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Aargau bietet Betreuungsangebot für Volksschüler an – so setzt der Kanton die Massnahmen des Bundes um

Bildungsdirektor Alex Hürzeler sagte am Freitag vor den Medien Aarau, die Massnahmen des Bundesrates seien auch für den Aargau massiv.

Bildungsdirektor Alex Hürzeler sagte am Freitag vor den Medien Aarau, die Massnahmen des Bundesrates seien auch für den Aargau massiv.

Der Kanton Aargau bietet in den Volksschulen während der vom Bundesrat angeordneten Schliessung einen Betreuungsdienst für die Schüler an. Der Regierungsrat geht derzeit davon aus, dass der Schulunterricht frühestens nach den Frühlingsferien am 20. April wieder stattfinden kann.

Bildungsdirektor Alex Hürzeler sagte am Freitag vor den Medien Aarau, die Massnahmen des Bundesrates seien auch für den Aargau massiv. Die Anordnungen seien jedoch absehbar gewesen und seien daher angedacht worden. "Alle sind gefordert", sagte der Regierungsrat.

Von der Einstellung des Schulunterrichts seien der Kindergarten, die Primarschule und Oberstufens sowie Sonderschulen und Privatschulen betroffen. Der Unterricht im Aargau werde frühestens am 20. April nach den Frühlingsferien aufgenommen werden können.

Lehrer müssen Schülerbetreuung anbieten

Die Schulleitungen müssen einen Betreuungsdienst bereitstellen, und zwar in der Zeit von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16 Uhr. Das gesamte Schulpersonal könne dafür eingesetzt werden, sagte Hürzeler. Das Person müsse den Schulleitungen zur Verfügung stehen.

Personen mit gesundheitlichen Risiken seien davon ausgenommen. Die Schulleitungen würden die Eltern über die Schulschliessungen und das Betreuungsangebot informieren. Im Aargau besuchen rund 77'000 Personen die Volksschule.

«Chaosphase» bis sich Eltern organisiert haben  – ein Schulunterricht bis am 4. April (13.3.2020)

«Chaosphase»: Silvia Steiner, Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, im Interview.(13.3.2020)

Kinderkrippen müssen selbst entscheiden

An den nachobligatorischen Schulen wie den Kantonsschulen, den Berufsfachschulen, den Höheren Fachschulen sowie der Fachhochschule geht das Lehren und Lernen digital weiter. Die Lernenden erhalten über die elektronischen Plattformen Aufträge von ihren Lehrerinnen und Lehrern und Dozierenden. Die Lehrpersonen stehen ihrem Arbeitgeber weiterhin zur Verfügung, wie es weiter hiess.

Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati sagte zu den Kinderkrippen, es sei ihm ein Anliegen, dass die Kindertagesstätten offen blieben. Damit sei es möglich, dass die Eltern weiterhin arbeiten könnten. Letztlich müssten die Betreiber von Kindertagesstätten selbst entscheiden.

Die Medieninformation in voller Länge:

Unterstützung für Grenzwachtkorps

Die Kantonspolizei wird das Grenzwachtkorps bei der Kontrolle der Landesgrenze des Aargaus zum deutschen Bundesland Baden-Württemberg unterstützen. Die Kantonspolizei halte sich bereit, bei Bedarf Leistungen in den Bereichen Schutz von Infrastrukturen und Einrichtungen sowie der Kontrolle und Durchsetzung von angeordneten Massnahmen zu erbringen, sagte Polizeikommandant Michael Leupold. Man sei bereits bisher in einem engen Austausch mit dem Grenzwachtkorps gewesen.

Zurzeit würden die entsprechenden Einsatzplanungen erarbeitet. Die Kantonspolizei betreibe ein vorausschauendes Management der Infektionsrisiken, um die eigene Einsatz- und Handlungsfähigkeit zu erhalten und durch Aufgabenverzicht operative Kapazitäten frei zu machen. Unter anderem auch, um bei Bedarf allenfalls erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Strassen bewältigen zu können.

Zahl der bestätigten Infektionen steigt

Die Zahl der im Aargau bestätigten Fälle ist im Aargau gemäss Behördenangaben bis Freitagmittag um 5 auf 32 gestiegen. Drei infizierte Personen gelten als geheilt. Eine Person ist in einer Spezialklinik hospitalisiert.

Im Aargau können die Tests nicht nur in den Kantonsspitälern Aarau und Baden durchgeführt werden, sondern auch von Ärzten und Kliniken vorgenommen werden.

Hier finden Sie den Ticker zum Nachlesen:

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