Aargau
Aargau bekämpft auch in Zukunft Feuerbrand-Bakterien

Der Regierungsrat hat die neue Feuerbrandstrategie verabschiedet. Die Bakterienkrankheit Feuerbrand bleibt unberechenbar. Noch ist aber unklar, wie stark der Befall der Krankheit in diesem Sommer sein wird.

Merken
Drucken
Teilen
Grosses Problem im Aargau: Die Verschleppung des Feuerbrandes führt zu weiteren Infektionen von gesunden Pflanzen.

Grosses Problem im Aargau: Die Verschleppung des Feuerbrandes führt zu weiteren Infektionen von gesunden Pflanzen.

Die Bakterienkrankheit Feuerbrand bleibt auch zukünftig unberechenbar und auch in diesem Jahr ist unbekannt, wie stark der Befall sein wird.

Deshalb hat der Regierungsrat entschieden, dass Feuerbrand weiterhin bekämpft werden soll. Der Kernpunkt der Strategie bleibt die konsequente Tilgung der Bakterien im nördlichen Teil des Kantons und die Eindämmung im stärker betroffenen südlichen Aargau.

Für jeden gerodeten Baum gibts einen neuen

Die neue Strategie umfasst zudem die Massnahme, dass jeder Baum, der gerodet werden musste, ab 2012 durch einen jungen Hochstammbaum ersetzt werden kann. Der Jungbaum, die Pflanzarbeit und die Pflege des neuen Baums werden abgegolten. Somit wird der für die Kulturlandschaft wichtige Hochstammbestand im Kanton Aargau stabilisiert.

Investition lohnt sich

Der Kanton Aargau investiere bewusst in die Kontrolle und in die Bekämpfung des Feuerbrands. Die anfallenden Kosten würden weiterhin vom Bund mitgetragen, sodass für die betroffenen Grundeigentümer neben dem Verlust der Pflanze nicht noch ein materieller Schaden entstehe, so die Regierung weiter.

Befallssituation 2012

Zurzeit liegen in vier Gemeinden Befallsmeldungen von Feuerbrand vor. Für eine verlässliche und gesamtheitliche Beurteilung ist es noch zu früh. Der Befall von Feuerbrand wird erst in diesen Wochen sichtbar. In den vergangenen Jahren konnten dank rigorosen Bekämpfungsmassnahmen viele Gemeinden saniert werden. Sie sind heute wieder befallsfrei.

Melden Sie Feuerbrand!

Feuerbrand ist eine meldepflichtige Quarantänekrank-heit und bedroht Apfel-, Birnen- und Quittenbäume sowie einige Zier- und Wildgehölze wie zum Beispiel Cotoneaster. Der kantonale Pflanzenschutzdienst ruft die Bevölkerung auf, verdächtige Pflanzen der für den Feuerbrand zuständigen Person der Gemeinde zu melden.

Nähere Informationen zur Bakterienkrankheit Feuerbrand finden Sie unter www.feuerbrand-ag.ch