«Wir waren nicht das erste Mal auf der Suche nach dem vermissten Auto», gesteht Raymond Vonesch, langjähriger Rudertrainer und Ehrenmitglied des Ruderclubs Aaburg. Er und seine vier Ruderkollegen Beatrice und Manfred Frey, Peter Hohler und Peter Schärer machten sich im Fünfer auf zur Rudertour auf der Aare. Vom Ruderhaus oberhalb des Stauwehrs Ruppoldingen ruderten sie los Richtung Murgenthal. «Wir kennen diese Strecke wie unsere eigene Hosentasche», sagt Raymond Vonesch weiter.

«Sie gehört seit über 60 Jahren zu unserem wöchentlich mehrfach befahrenen Ruderrevier.» Die Altherren - wie die Pensionierten im Ruderclub genannt werden - machten noch während der Fahrt Richtung Murgenthal Witze. «Wir müssen aufpassen, plötzlich stranden wir noch auf dem Dachständer des Autos», scherzte einer der Ruderer kurz vor dem Fund.

Wenig später entdeckten sie unweit des Ufers, rund 300 Meter unterhalb des Outletparks Murgenthal etwas Schimmerndes im Wasser. «Wir fuhren näher hin und fanden das Auto», blickt Raymond Vonesch mit einem gewissen Stolz zurück. «Das Auto ist richtig eingesandet, liegt aber gut sichtbar nahe beim Ufer.» Während die Polizei am selben Tag mit Spezialgeräten und Tauchern auf der Solothurner Seite der Aare im viel tieferen Wasser nach dem Auto suchte, fanden die Aarburger den Wagen rund 500 Meter unterhalb der Stelle, wo er ins Wasser stürzte.

Fund erleichtert die Ruderer

«Nun können wir wieder beruhigt rudern, denn wir wissen, wo das Auto liegt und müssen nicht mehr Angst haben, dass es allenfalls unsere Boote beschädigt, wenn wir Richtung Murgenthal rudern», freut sich der langjährige Trainer des ältesten Ruderclubs im Aargau.

Nach der Rückkehr ins Ruderhaus und einer warmen Dusche genehmigten sich die fünf ein feines Nachtessen im Restaurant Bären in Aarburg und stiessen mehrfach auf den speziellen Fund an. «Wir sind uns auf und entlang der Aare viel gewohnt», blickt Raymond Vonesch zurück, «aber ein Auto findet man nicht jeden Tag im Wasser, das muss gefeiert werden.»