Aarburg

Aarburger Gemeinderat protestiert bei Hochuli wegen «Asyl-Villa»

Schlafraum in der Villa Jugend in Aarburg

Schlafraum in der Villa Jugend in Aarburg

Die römisch-katholische Kirche will die Villa Jugend in Aarburg dem Kanton zur Unterbringung von Asylschuchenden zu Verfügung stellen. Der Gemeinderat sieht sich hintergangen und protestiert bei der zuständigen Regierungsrätin Susanne Hochuli.

Die Gemeinde Aarburg hat gar keine Freude daran, dass die römisch-katholische Kirche dem Departement Gesundheit und Soziales (DSG) die «Villa Jugend» zur Unterbringung von Asylsuchenden anbietet. Die Kirche reagierte mit diesem Angebot jüngst auf ein Schreiben der DSG-Vorsteherin Susanne Hochuli. Diese sucht auf diesem Weg dringend benötigte Plätze für Asylsuchende.

Der Gemeinderat Aarburg stört sich dabei vor allem an der Vorgehensweise. «Der Gemeinderat Aarburg musste den Medien entnehmen, dass die römisch-katholische Landeskirche dem Kantonalen Sozialdienst die «Villa Jugend» in Aarburg als Asylunterkunft zur Verfügung stellt», schreibt er. Anfang März soll dort eine asylsuchende Familie aufgenommen werden. Der Gemeinderat sei darüber bisher nicht informiert worden.

Er richtet daher nun einen Protestbrief an Hochuli. Darin kritisiert er die Vorgehensweise und fordert eine offene Information seitens des DSG. Der Gemeinderat von Aarburg erinnert daran, dass  das Departement Hochuli und der Gemeinderat erst vor einem Jahr die schwierige Situation in Aarburg mit einem Ausländeranteil von 40 Prozent analysiert hätten. Dabei seien Wege zur Entlastung von «zusätzlichen» Asylaufgaben gesucht worden. Das DSG habe damals zugesichert, das keine weiteren Asylbewerber aktiv in der Gemeinde untergebracht würden. Aarburg beherbergt heute bereits zwei kantonale Asylbewerberunterkünfte. (rsn)

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