Ein stampfender Bass dröhnt aus den Boxen, die Bühne in der Aula des Freien Gymnasiums Bern ist in blaues Licht getaucht.

Die jungen Frauen wirken konzentriert, wenn sie mit akrobatischen Sprüngen und wilden Tanzschritten das Publikum beeindrucken.

Wir befinden uns mitten am Final des School Dance Award 2014, der vom Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär des Kantons Bern BSM organisiert wurde.

Ein farbenfrohes Spektakel

Die besten 15 Tanzformationen aus den Kantonen Aargau, Baselstadt, Baselland, Bern und Solothurn stehen sich an diesem Abend gegenüber - insgesamt über 200 Schülerinnen und Schüler.

Unter dem Motto «Tanzen ist Lebensfreude» treten sie unter den strengen Blicken der Jury in den Kategorien Sekundarstufe I und II gegeneinander an. Die fünfköpfige Jury besteht aus Choreographen, Tänzerinnen und einem Sportlehrer.

Im Fokus steht neben der technischen Ausführung der Tanzschritte auch die Originalität des Auftritts. Dies führt zu einer überaus abwechslungsreichen und farbenfrohen Show an diesem Abend.

Ob in Anzug oder im klassischen Sportler-Dress - die Nachwuchstänzer machen ausnahmslos eine gute Figur.

Auffallend ist einzig, dass die Männer bei allen Gruppen klar in der Minderheit sind. Trotzdem zeigt sich der Berner Regierungsrat Hans-Jürg Käser bei seiner Rede höchst erfreut über das Engagement der jungen Tänzerinnen und Tänzer: «Es ist einfach nur sensationell, was ihr heute hier zeigt.»

Kopf an Kopf

Der Aargau ist mit fünf Tanzgruppen an diesem Abend stark vertreten. In der Kategorie Sek I legen die «Stage Diamonds» der Schule Brugg/Windisch einen starken Auftritt hin. Doch auch die Würenloser «#HakunaMatata» überzeugen mit ihrer Hommage an das Musical Lion King auf ganzer Linie.

Als dann die zehn jungen Damen der Schule Seengen mit einer perfekten Choreografie auftrumpfen, ist klar: Es wird eine enge Sache, denn auch die Konkurrenz aus den anderen Kantonen kann auf der Bühne brillieren. Am Ende reicht es nur den Seengener «Live your Life!» für einen Podestplatz.

Aarauer holen sich den Sieg

Auch bei den Gymnasiasten möchte keiner der Zuschauer in der Haut der Jury stecken. So überraschen die Berner «Whacktaggers» mit einer verstörenden Performance voller schräger, aber sauber ausgeführten Moves, während die Tänzerinnen und Tänzer der Kanti Baden einen Auftritt voller Sexappeal zeigen.

Als letztes sind die Aarauer «kEINSTEIN» an der Reihe - mit ihren Siegen in den letzten Jahren kommt ihnen klar die Favoritenrolle zu. Und dieser werden sie gerecht.

Mit einem witzigen und anspruchsvollen Auftritt haben sie zumindest das Publikum innerst kürzester Zeit überzeugt.

Doch reicht es für den begehrten Award? Als die Sportlehrerin und Moderatorin Ruth Raaflaub unter frenetischem Applaus die Badener «Mix of 54» auf den dritten Platz hebt und den Oltner «K'Block» zum zweiten Rang gratuliert, ist die Sache klar:

Unter lautem Gekreische entern die Aarauer das Podest - die Euphorie schlägt aufs Publikum über und die Stimme Raaflaubs ist nicht mehr zu vernehmen. Freunde und Bekannte stürmen nach vorne, um den «kEinsteins» zu ihrem verdienten Sieg zu gratulieren.