Bereits zum neunten Mal vergibt «Kultur macht Schule» die Auszeichnung Funkenflug. Der Wettbewerb prämiert beispielhafte Kulturprojekte, die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrpersonen, Kulturschaffenden oder in Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen entwickelt haben.

Am Freitagmorgen eröffnete der Berner Rapper Greis zum wiederholten Male die Preisfeier im Kurtheater Baden, wo er die fünf Sieger vorstellte und den Kindern und Jugendlichen ihre Preise überreichte. Zudem würdigte die Jury drei Projekte als besondere Praxisbeispiele.

Die Sieger erhielten als Preisgeld 5000 Franken, das den prämierten Schulen Folgeprojekte ermöglichen soll, damit die Kulturfunken weiterfliegen.

Fünf prämierte Funkenflieger

Alle Gewinnerprojekte überzeugten mit eigenständigen Ideen und hervorragender Umsetzung, die das kreative Potenzial der Schülerinnen und Schüler zeigen, begründet die fünfköpfige Fachjury ihre Wahl in einer Mitteilung am Freitagmorgen:

• Mein Werk macht Geschichte: Das Langzeitprojekt um Werke in bildendem Gestalten und persönlichen Geschichten des zeka, Zentrum für Körperbehinderte Kinder Aarau, ermöglichte einen intensiven Lernprozess über persönliche Träume und Wünsche.

• «MutIch» sein: Die Heilpädagogische Schule Wettingen schaffte mit einem Figurentheaterprojekt ein besinnliches, poetisches Gesamtkunstwerk um die Themenschwerpunkte Mut, Angst und Herausforderung.

• Unterwegs oder Mein Weg in die Schweiz: Das Theaterstück der Kantonalen Schule für Berufsbildung Aarau griff aus verschiedenen Blickwinkeln eindrücklich das hochaktuelle Thema Einwanderung auf.

• Der Weg ist das Spiel: Mit einer gekonnten Kameraführung, hervorragender Teamarbeit und treffender Drehortwahl hat die Neue Kantonsschule Aarau eine packende Filmproduktion hervorgebracht.

• Trommelprojekt Schulfest Densbüren: Trommeln bauen, Trommeln spielen, alleine und im Team. Eine ganze Schule beschäftigte sich während eines halben Jahres mit Rhythmen, die ihren Höhepunkt in einem Bühnenprojekt erreichten.

Besondere Praxisbeispiele

Drei weitere Projekte wurden als erwähnenswerte Praxisbeispiele geehrt:

• Sehen und nicht sehen – Erleben und weitergeben: Besuch im Kunsthaus Aarau – eine fünfte Primarklasse entwickelte Hilfsmittel für den Museumsbesuch für Sehbehinderte.

• Der Erste Weltkrieg in drei Bildern: Eine Klasse der Kantonsschule Wohlen erzählte mit einem selbstgeschriebenen Theaterstück die Geschichte des Ersten Weltkriegs nach.

• Stampfwerk: Die neue Kantonsschule Aarau recycelte Papier zu einem temporären und gewichtigen Kunstwerk.


Die Dokumentationen der prämierten Projekte sind unter www.funkenflieger.ch veröffentlicht.