Aarau
80 Frauen und ein Mann tanzen aus Solidarität mit Brustkrebs-Patientinnen

Ein Flashmob mitten in Aarau machte am Samstagnachmittag auf eine der häufigsten Krankheiten des Landes aufmerksam: Jährlich erkranken in der Schweiz 6000 Frauen neu an Brustkrebs. Unter den Tänzerinnen war auch eine Oberärztin.

Manuel Bühlmann
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80 Teilnehmerinnen tanzen am Samstagnachmittag auf der Aarauer Igelweid. (Mbü)

80 Teilnehmerinnen tanzen am Samstagnachmittag auf der Aarauer Igelweid. (Mbü)

Die Show beginnt plötzlich. Die Musik dröhnt aus den Boxen. Die Tänzerinnen legen los. Immer mehr Frauen mit pinken Hüten schliessen sich an. Die Bühne ist ideal: Die Fussgängerzone auf der Igelweid mitten in Aarau am Samstagnachmittag gut gefüllt. Denn die über 80 Teilnehmerinnen tanzen nicht nur zum Spass. Sie wollen mit der Aktion auf eine der häufigsten Krankheiten aufmerksam machen: Brustkrebs.

«Jedes Jahr erkranken allein in der Schweiz 6000 Frauen neu an Brustkrebs», sagt Dimitri Sarlos, Chefarzt und Leiter des Brustzentrums am Kantonsspital Aarau (KSA). «Wir sind hier, um unsere Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen.» Er selber tanzte nicht mit – «zu viel Vorbereitung» – dafür half er mit, die über 1000 pinken Rosen zu verteilen und beantwortete Fragen der Passantinnen. Den Tanz aufgeführt hat hingegen Elena Kralidis. Die Onkologin und Oberärztin hat für den Auftritt in Mittagspause und Freizeit geübt.

«Es geht auch darum, der Bevölkerung das Brustzentrum am Kantonsspital Aarau näher zu bringen», sagt Kralidis. Dort sorgen beispielsweise speziell ausgebildete Pflegerinnen dafür, dass die Patientinnen von der Diagnose bis zur Nachsorge immer von der gleichen Person gepflegt werden. Unterstützung erhielten die KSA-Mitarbeiterinnen bei ihrem Auftritt in der Fussgängerzone vom Aargauer Turnverband und der Krebsliga.

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