Aargau
55 Millionen Franken für die Umwelt und gegen den Lärm

55 Millionen Franken erhält der Aargau vom Bund für den Zeitraum 2012 bis 2015. Mit dem Beitrag werden Projekte für Natur, Wald, Jurapark und ein besserer Lärmschutz mitfinanziert.

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1,8 Millionen Franken fliessen in den Jurapark Aargau

1,8 Millionen Franken fliessen in den Jurapark Aargau

Rüdi Steiner

Bei den Bundesbeiträgen im Umweltbereich für die nächsten vier Jahre geht es um riesige Summen, konkret um 883 Millionen Franken für das ganze Land. Für 237 Millionen wird der Schutzwald in den Bergen verbessert, 200 Millionen fliessen zum Wasserbau, 126 Millionen dienen dem Lärmschutz. An fünfter Stelle der Kantone steht der Aargau mit rund 55 Millionen Franken Beiträgen für 2012 bis 2015.

«Darin nicht enthalten sind die Gewässerschutz-Revitalisierungen, weil die Verordnungen erst seit Mitte 2011 gültig sind», sagt Norbert Kräuchi, Leiter der Abteilung Landschaft und Gewässer. Für diesen Bereich erwartet der Aargau zusätzlich rund 10 Millionen Franken, aber das sei noch offen. Erst nach Auflage der Revitalisierungen werde der Regierungsrat die entsprechenden Verträge und Programmvereinbarungen unterzeichnen.

Landschaftsschutz und Jurapark

Von grosser Bedeutung ist der Bereich Natur und Landschaft, wo der Bund jährlich etliche Millionen Franken an den Aargau überweist. Im ganzen Zeitraum sind es 11,4 Millionen Franken, wobei diese Gelder 35 bis 65 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Zum Bereich Natur und Landschaft gehören die Bewirtschaftungsbeiträge für Bauern, die auf eine Teilnutzung verzichten. Auch Biotope, Moorschutz, Wildtier-Korridore, Umweltbildung und die Erfolgskontrolle sind Bestandteil der Verträge. Mit dem Geld werden jedes Jahr rund 100 Projekte der Gemeinden mitfinanziert. So ging es zum Beispiel um Hochstamm-Obstbäume in Hunzenschwil.

Für Schutzbauten am Wasser steht ein Bundesbeitrag von 4,8 Millionen, für die Biodiversität im Wald von 1,8 Millionen Franken zur Verfügung. Die 7 Millionen Franken für die Waldwirtschaft sind für optimale Bewirtschaftung, Holzlogistik, forstliche Planung und Jungwaldpflege reserviert. Für Wild- und Wasservögel sind lediglich 193000 Franken vorgesehen. Bei den 1,8 Millionen Franken für Pärke «geht es ausschliesslich um den Jurapark Aargau», versichert Norbert Kräuchi.

Grosse Mittel für Lärmschutz

Allein für den Lärmschutz entlang der Strassen kommt ein Beitrag von 28 Millionen Franken. Ziel ist eine «Verminderung der Belastungen und der Zahl der belasteten Personen aus dem Strassenverkehr». Die grosse Summe macht deutlich, welche Summen Lärmschutzwände und Schallfenster jährlich verschlingen. (Lü.)