Bei 33 der 43 sanierungsbedürftigen Standorten seien Gewässer betroffen, teilte das kantonale Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) am Donnerstag mit. Die Gefahr gehe vor allem von beschädigten oder einsturzgefährdeten Bacheindolungen aus, die unter den früheren "Güselgruben" verliefen.

Ein Grund für die Sanierung ist an einigen Standorten auch die drohende Erosion von Deponieböschungen. Bei acht Standorten würden Schadstoffe das Grundwasser belasten.

Bei je einem Standort ist gemäss BVU die Luft oder der Boden betroffen. Bei den 14 Standorten, die überwacht würden, sei in 12 Fällen das Schutzgut Grundwasser und in zwei Fällen das Schutzgut Oberflächengewässer beeinträchtigt.

Gemeinden müssen 30 Prozent bezahlen

An die Sanierungskosten der Altlasten beteiligen sich der Kanton mit 30 Prozent und der Bund mit 40 Prozent. Die restlichen 30 Prozent müssen die Gemeinden selbst tragen.

Im Kantonalen Kataster der belasteten Standorte (KSB) sind insgesamt 2495 Areale eingetragen. Knapp die Hälfte der Standorte sind Deponien oder mit Abfällen aufgefülltes Gelände.

Einen etwas grösseren Anteil machen Standorte von Gewerbe- oder Industriebetriebe aus, auf denen umweltgefährdende Stoffe oder Flüssigkeiten eingesetzt wurden. Hinzu kommen Schiessanlagen. Vereinzelte gibt es auch belastete Flächen nach Tanküberfüllungen, Chemikalienunfällen, Explosionen und Bränden.