Die Aargauer Stadt- und Regionalpolizeien haben auch dieses Jahr die Aktion «Schulbeginn» durchgeführt. Während dreier Wochen wurden im ganzen Kanton Geschwindigkeits- und Präsenzkontrollen durchgeführt. Vor Schulen und gefährlichen Übergängen wurden 673 Mannstunden durch die Polizei geleistet, wie es in einer Mitteilung des Verbandes Aargauer Regionalpolizeien heisst. Insgesamt mussten in den drei Wochen 3400 Ordnungsbussen und 20 Anzeigen ausgesprochen werden.

Vor Ort ging es vor allem darum, Unfälle zu vermeiden und die Autofahrer auf die Problematik der Schulanfänger zu sensibilisieren. Dabei war die Disziplin der motorisierten Verkehrsteilnehmer laut Mitteilung grossmehrheitlich gut bis sehr gut.

«Vielmehr entwickelt sich zum allgemeinen Übel, dass selbst die Erwachsenen immer noch das Trottoir selbstverständlich als Radweg benutzen», heisst es weiter. Die Verkehrsinstruktoren versuchten, mit viel Aufwand den Kindern beizubringen, dass das Trottoir zum Velofahren tabu ist. «Das teilweise mangelhafte Vorbild der jungen Erwachsenen und Erwachsenen macht diese Mühen wieder zunichte.»

Werden seitens Polizei Belehrungen gemacht oder Bussen ausgesprochen, sei die Empörung meistens gross, das Verständnis sehr klein und die Ausreden seien mannigfaltig. Unbefriedigend sei nach wie vor die Situation mit den Elterntaxis. «Bisweilen führte sie bei einzelnen Schulhäusern sogar zu Ministaus, Gefahrenherden und lebhaften Debatten zwischen Polizei/Lehrerschaft und Eltern.» (AZ)