Vielleicht ist es so etwas wie der neue Normalzustand beim Leserwandern: Konstant hohe Teilnehmerzahlen (bis zu 314 Wanderer), Rekord auf Rekord (der Vorjahresrekord wurde nach sechs Etappen schon dreimal geknackt), staunende Passanten (bei Brücken oder schmalen Wegen müssen sie auch mal einen Stau erdulden). Nun dürfte der angekündigte Wetterumbruch dieser Serie zwar vorerst ein Ende setzen.

Bei der sechsten Etappe allerdings marschierten nochmals 266 Wanderer von Turgi nach Birmenstorf – keiner war wie der andere. Oder doch? Wir haben eine Stichprobe gemacht, bei 150 Wanderern genau nachgefragt und dann hochgerechnet:

32 Prozent der Teilnehmer waren gestern zum ersten Mal dabei.

An dieser Zahl zeigt sich eindrücklich: Das Leserwandern bindet ein treues Publikum. Es gibt gute Gründe dafür, dass fast zwei Drittel der Teilnehmer schon mehrmals dabei waren: Sie betrachten die Wanderungen als eine Art Kränzchen. Man trifft sich und man tut das Gleiche – das schweisst zusammen. «So entstehen Freundschaften », sagte Max Lüscher aus Wohlen schon 2015. Ein Wanderer, den er auf einer der Etappen kennen lernte, hatte ihn sogar zu seiner Hochzeit eingeladen.

15 Prozent der Wanderer führten Stöcke mit sich.

Gerade wenn es bergab geht, wissen Wanderer einen oder zwei Stöcke zu schätzen. Egal, ob Wanderstöcke mit verstellbarer Länge, Trekkingstöcke oder Gehstöcke aus Holz: Sie nehmen einen Teil des Gewichts auf und geben Stabilität – da können andere noch so lange monieren, die Stock-Wanderer würden nur ihren Gleichgewichtssinn verkümmern lassen.

6 Prozent der Wanderer assen ein Käsesandwich.

Auch wenn die Wanderung pünktlich zur Mittagszeit zu Ende war: Proviant ist immer gut. Besonders hoch im Kurs sind Käsesandwiches – wie bereits im vergangenen Jahr.

75 Tage alt war gestern die jüngste Teilnehmerin.

Die kleine Tara verbrachte die sechste Etappe schlafend im Tragetuch auf dem Bauch ihrer Mama. Ein Schirm schützte sie vor Sonneneinstrahlung.

87 Jahre alt waren die beiden ältesten Teilnehmer.

Jakob Ender aus Solothurn und Robert Weber aus Brugg sind nicht nur gleich alt: Die beiden wandern schon seit Jahrzehnten. «Damit halte ich mich fit», sagt Ender, der als SAC-Mitglied selbst unzählige Wanderungen geleitet hat.

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