Aarau

23 Angestellte der Hirslanden Klinik an Coronavirus erkrankt – auch andere Spitäler mit infiziertem Personal

23 Angestellte der Hirslanden Klinik an Covid-19 erkrankt

23 Angestellte der Hirslanden Klinik an Covid-19 erkrankt – so berichtet Tele M1

Mitarbeitende der Hirslanden Klinik in Aarau wurden positiv auf das Virus getestet. Auch andere Spitäler vermelden positive Corona-Fälle beim Personal. Ob sich die Angestellten in den Spitälern infiziert haben, ist derzeit unklar.

Spitalangestellte gelten aktuell als besonders gefährdet, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Schliesslich sind sie beinahe täglich in Kontakt mit vielen verschiedenen Patienten. Allein in der Hirslanden Klinik in Aarau sind aktuell 6 Angestellte mit dem Coronavirus infiziert, wie der Regionalsender Tele M1 berichtet. Laut der Klinikleitung gab es seit Ausbruch der Coronapandemie insgesamt 23 Ansteckungen - 17 Personen sind inzwischen genesen und arbeiten wieder.

Auch in anderen Spitälern gehört das Personal mitunter zu den Corona-Patienten. Im Spital Muri wurden drei positiv getestete Fälle gemeldet; in der Klinik Barmelweid bei Erlinsbach haben sich 6 Angestellte angesteckt.

Unklar ist die Situation in den Kantonsspitälern Aarau und Baden. Dort gäbe es aktuell keine Zahlen, berichtet Tele M1. In Solothurner Spitälern führe man zwar Statistiken, bekanntgegeben würden diese aber nicht.

Nicht unbedingt im Spital angesteckt

Dennoch haben sich längst nicht alle infizierten Mitarbeiter bei der Arbeit angesteckt. Beat Stierlin, Direktor der Klinik Barmelweid, sagte letzte Woche auf einer Medienkonferenz: «Das Risiko sich beim Einkaufen anzustecken ist grösser, als wenn Sie ins Spital gehen.» Bis auf einen schwer nachvollziehbaren Fall seien alle Infektionen ausserhalb des Spitals erfolgt. 

Auch andere Spitäler berichten Ähnliches. Für die Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel ist das wenig überraschend. «Das zeigt, dass die Spitäler die Hygiene- und Distanzmassnahmen sehr gut eingehalten haben» so Hummel.

Nachdem die Mitarbeiter wieder gesund seien, würden diese dennoch nicht speziell für Corona-Patienten eingesetzt. Es sei schlichtweg noch nicht bewiesen, dass man in diesem Fall gegen das Virus immun ist. (phh)

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