Die Aargauer Regierung will das Jahr 2015 als kantonales Erinnerungsjahr begehen.

Dies in Erinnerung an die Eroberung des Aargaus 1415 durch die Eidgenossen, aber auch an den erfolgreichen Kampf um die Selbständigkeit des Aargaus 1814/15.

Als Schlusspunkt einer Reihe von Veranstaltungen sieht die Regierung einen festlichen Gedenkanlass vor. Anlass dafür ist dann der 200. Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Friedens vom 20. November 1815.

Angedacht ist, 2015 beispielsweise an den Standorten des Museums Aargau historische Werkstätten zu betreiben, einen Schlössermarathon einzurichten oder eine populärwissenschaftliche Publikation.

Mit Planung und Organisation will die Regierung das Bildungsdepartement und die Staatskanzlei beauftragen. dabei sollen zahlreiche Organitionen miteinbezogen werden, auch Aargau Tourismus.

Aus Vorarbeiten einer Arbeitsgruppe von Museum Aargau und des Staatsarchivs liegt bereits eine Studie zum Schicksaljahr 1415 vor. Auf deren grundslage ist an einem Workshop schon intensiv über die inhaltliche Ausrichtung des Erinnerungsjahrs diskutiert worden.

Unter Federführung der Abteilung Kultur im Bildungsdepartement soll ein Feinkonzept erarbeitet werden.

«Auf Basis einer ausgereiften und überzeugenden Konzeptarbeit» ist sie bereit, einen Finanzierungsbeitrag zu leisten.

Sie erhofft sich damit eine identitätsstiftende Stärkung innerhalb des Kantons und eine positive Ausstrahlung eines selbstbewussten Auftritts des Aargaus in der Schweiz.

Die Regierung unterbreitet diese Ideen in Beantwortung zweier Grossrats-Interpellationen von Titus Meier (FDP), Daniel Vulliamy (SVP) und Jürg Stüssi-Lauterburg (SVP).