Digitale Verwaltung
20'000 Aargauer nutzen Online-Schalter – Kanton macht ihn fit fürs Smartphone

Der Kanton Aargau hat seine E-Government-Plattform einer Revision unterzogen. Neu weist die Plattform ein auf Mobilgeräte angepasstes Design auf. Zudem wurde der Zugang neu geregelt.

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Bei einer neuen Registrierung beim zentralen Online-Schalter des Kantons können neuerdings nur noch Privatkonten erstellt werden. (Symbolbild)

Bei einer neuen Registrierung beim zentralen Online-Schalter des Kantons können neuerdings nur noch Privatkonten erstellt werden. (Symbolbild)

Keystone

Der Kanton Aargau bietet seit 2012 verschiedene elektronische Dienstleistungen an, die über den zentralen Online-Schalter auf www.ag.ch komplett elektronisch und rund um die Uhr genutzt werden können. Diese Plattform wurde in «Mein Konto» umbenannt, mit der neuesten Version für mobile Endgeräte optimiert und barrierefrei gemacht.

Bei einer neuen Registrierung bei «Mein Konto» können nur noch Privatkonten erstellt werden. Damit werde der Kanton Aargau Sicherheitsvorgaben gerecht, wonach sich jedes Konto direkt einer Person zuweisen lassen müsse, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Mit einem Privatkonto können jedoch beliebig viele Organisationen erstellt werden. Benutzerinnen und Benutzer können so zum Beispiel E-Government-Dienstleistungen für Arbeitgebende oder privat nutzen.

Auf der anderen Seite können Administratoren von Organisationen Rollen und Zuständigkeiten auf mehrere Personen verteilen. Alle bestehenden Organisationskonten werden in Privatkonten überführt.

Steuererklärung, Lotteriegesuche, Fischereipatente

Seit der Inbetriebnahme der Plattform stieg die Nutzung der E-Government-Dienstleistungen stetig an. Seit 2012 haben sich fast 20'000 Personen für den Online-Schalter respektive für die Mein-Konto-Applikation registriert. In dieser Zeit sind über 2,5 Millionen Logins durchgeführt worden, teilweise auch solche von verwaltungsinternen Stellen.

Über die Plattform wurden über 175'000 Fristerstreckungen für Steuererklärungen natürlicher Personen elektronisch beantragt. Die Möglichkeit der Fristerstreckung für juristische Personen wurde seit 2016 über 14'000 Mal genutzt.

Rund 3200 Lotteriegesuche wurden seit 2013 digital eingegeben und bearbeitet. Seit 2014 wurden zudem nahezu 3200 Fischereipatente auf digitalem Weg ausgestellt. Über 5000 Einbürgerungen wurden zwischen Kanton und Gemeinden auf diesem Weg verarbeitet.