Einzel-Gewinner
19 Stunden Gigathlon – für den Sieg ging Ramon Krebs durch die Hölle

Noch nie hat Ramon Krebs einen Gigathlon beendet – jetzt ist der Sportlehrer aus Belp BE der Schnellste. Im Gespräch erzählt er, wie er den Kraftakt absolvierte und was er jetzt vor hat.

Silvan Hartmann
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406 Streckenkilometer mit 7100 Höhenmetern rund um den Kanton Aargau haben die Gigathleten in zwei Tagen absolviert. Und selbst im Ziel waren die Topathleten der Kategorie Singles, welche die gesamte Strecke alleine absolviert hatten, noch in der Lage, eine Ehrenrunde zu drehen.

Bei den Männern gewinnt Ramon Krebs aus Belp mit einer Gesamtzeit von 18 Stunden, 57 Minuten und 45 Sekunden. «Es war extrem hart. Ich werde noch einige Tage brauchen, um das wirklich zu realisieren. Endlich habe ich es geschafft», zeigte sich Krebs im Zielraum überglücklich. Endlich, meint Krebs, weil er bereits den vierten Gigathlon absolvierte, aber es noch nie bis ins Ziel reichte. «Mit dem ersten Finish gleich zu gewinnen, ist unfassbar.»

Nach der Schwimmstrecke am Sonntag übernahm der Berner die Führung – und gab sie nicht mehr ab. «Ausschlaggebend war wohl, dass ich einen Super-Samstag erlebte und ich am Abend nicht total erschöpft war.» Erst auf den allerletzten zehn Kilometern verspürte der Sieger Schmerzen. «Eigentlich sehr spät, aber der Schluss war umso mehr die Hölle – ich habe unzählige Blasen an den Füssen.»

Was für ein Gigathlon-Wochenende!
129 Bilder
Gänsehaut-Moment Sieger Ramon Krebs kommt ins Ziel
Die Champions Ramon Krebs (Mitte) mit Michael Achermann (links) und Gabriel Lombriser
Nina Brenn mit Sohn Flurin
Die Couples-Sieger
Gabriel Lombriser lässt sich feiern
Das aargauersport.ch-Team im Ziel Schwimmerin Silvana Huber, Radrennfahrer Michael Kyburz, Läufer Samuel Keller, Skaterin Ramona Härdi sowie Biker Fabian Paumann. (v.l.)
Die Aargauer Jungsportler werden im Ziel gefeiert
Das Podest der Teams of Five mit dem aargauersport.ch-Team (kniend rechts)
Läufer Samuel Keller gibt Auskunft nach dem Zieleinlauf.
Gefragter Mann: Radrennfahrer Michael Kyburz
Biker Fabian Paulmann wärmt sich ein
Wechsel am Sonntag von Rad auf Schwimmen
Schwimmerin Silvana Huber kämpft um Platz 2
Inlineskaterin Ramona Härdi
Massenstart am Sonntagmorgen in Aarau
Massenstart am Sonntagmorgen in Aarau
Mit Schweiss getränkte Kleidungsstücke
Erholung für Mensch und Tier, aber gemütlich sieht anders aus
Ramon Krebs, der spätere Sieger, auf der Inlineskatesstrecke der Aare entlang
Wechselzone Hallwil - Laufschuhe abziehen und ab gehts ins Wasser
Herrliches Gigathlon-Wetter am Hallwilersee
Sonntagmorgen, fünf Uhr: Wer den Gigathlon gewinnen will, muss früh aufstehen
Am Morgen um halb sechs Uhr auf der Radstrecke
Das Team aargauerzeitung.ch im Ziel
Was für ein Gigathlon-Wochenende!
Jagdstart am Sonntagmorgen um 5 Uhr.
Biker Fabian Paumann (rechts) zeigt in den Jura-Hügeln eine starke Leistung und kann sogar dem Weltranglisten-11. Mathias Flückiger folgen
Biker Fabian Paumann (rechts) zeigt eine starke Leistung und kann sogar dem Weltranglisten-11. Mathias Flückiger folgen
Biker Fabian Paumann (rechts) zeigt eine starke Leistung und kann sogar dem Weltranglisten-11. Mathias Flückiger folgen
Biker Fabian Paumann (rechts) zeigt eine starke Leistung und kann sogar dem Weltranglisten-11. Mathias Flückiger folgen
Biker Fabian Paumann übergibt an Schwimmerin Silvana Huber
Schwimmerin Silvana Huber (links) auf der Schwimmstrecke
Schwimmerin Silvana Huber
Schwimmerin Silvana Huber
Schwimmerin Silvana Huber kommt ausser Puste aus dem Wasser
Silvana Huber sprintet in der Wechselzone
Inlineskaterin Ramona Härdi
Ramona Härdi gibt auf den Inlineskates Gas
Läufer Samuel Keller im Vindonissapark in Windisch
Läufer Samuel Keller im Amphitheater
Radrennfahrer Michael Kyburz in Aktion im Fricktal
Biker Fabian Paumann (rechts) hat vor dem Start noch Zeit für einen Schwatz
Biker Fabian Paumann konzentriert am Start
Inlineskaterin Ramona Härdi, Läufer Samuel Keller, Biker Fabian Paumann, Schwimmerin Silvana Huber und Radrennfahrer Michael Kyburz (von links) wollen heute die Grundlage für eine Spitzenrangierung im Gigathlon rund um Aarau legen.
Start der Teams-of-Five in Aarau
Gabriel Lombriser kommt als erster Single im Ziel an Damit hat sich Lombriser nach dem Prolog vom Freitag auch den Tagessieg am Samstag geholt.
Rad fassen und ab gehts auf die Schlussetappe!
Silvana Huber vom Team aargauersport.ch konnte als zweite ins und als dritte aus dem Wasser steigen.
Gabriel Lombriser kommt in Wildegg aus dem Wasser
Massenstart der Singles geglückt - das Feld in Erlinsbach vom Aarauer Schachen herkommend
Zähneputzen in ungewohnter Umgebung. Die Gigathleten sagen: Guet Nacht!
Gabriel Lombriser bekommt am Freitag an der Prolog-Siegerehrung ein Gutschein überreicht. Er benötigte 23:24.
Nina Brenn bei der Siegerehrung. Sie lief im Prolog mit 26:54 ins Ziel.
Gigathleten beim Znacht im Aarauer Schachen
Prolog: Thomas Binder auf der Laufstrecke durch das Stadtmuseum Aarau
Prolog: Elsbeth Winkler nach dem Start auf der Velostrecke
Das AZ-Team aargauersport.ch beim Check-In
Überall sportliche Beine zu sehen
Der Zeltplatz im Aarauer Schachen
Die letzten Vorbereitungen für den Gigathlon laufen. Der Zieleinlauf im Schachen in Aarau.
Impressionen vom Gigathlon 2015

Was für ein Gigathlon-Wochenende!

Fabio Baranzini

Ein Bier darf jetzt nicht fehlen

Für den Sieg musste Krebs viel Zeit in das Training investieren. In den Wintermonaten begann der Sportlehrer die Intensität zu steigern, trainierte nebst regelmässigen Läufen täglich teilweise mehrere Sportarten. Schliesslich folgte ein zweiwöchiges Intensivtraining im Engadin mit bis zu vier Trainingseinheiten pro Tag. Als Belohnung werde er sich nun ein Bier gönnen und eine Auszeit nehmen: «Ich freue mich auf die nächste Woche, in der ich es etwas ruhiger angehen kann.»

Für den Erfolg auf die Zähne beissen mussten auch die beiden Mitfavoriten Michael Achermann aus Stans und Gabriel Lombriser aus Büsserach. Letzterer startete noch als Führender in den finalen Tag. Er büsste vor allem beim Schwimmen gegenüber die Konkurrenten Zeit ein: «Ich hatte plötzlich einen Hustenanfall und konnte nicht mehr richtig atmen. Ich fand im Wasser nie den Rhythmus», sagte Lombriser im Ziel. Zufrieden sei er aber auch mit einem dritten Platz. «Ich darf stolz sein und freue mich über den Podestplatz.»

Zum sechsten Mal ganz oben

Als die Gigathletin schlechthin überzeugte einmal mehr Nina Brenn. Die 36-jährige Bündnerin holt sich mit über zwei Stunden Vorsprung ihren sechsten Gigathlon-Titel. Ausserdem muss sie sich nur von vier Männern geschlagen geben. «Es war ein schöner Gigathlon. Es gab viele flache Strecken mit kurzen, aber steilen Aufstiegen. Ich bin keine Flachländerin, aber ich kam erstaunlich gut zurecht mit den vielen Rhythmuswechseln und diesem hügeligen Zeugs», sagt die Flimserin gesprächig.

Und nun gehts in die Ferien? Sie winkt ab. Morgen stehe ein lockeres Training an. «Aber wir reisen bald nach Norwegen. Dort werde ich am 1. August am Norseman Xtreme Triathlon teilnehmen – das sind meine Sommerferien», sagt sie und lacht. Nun habe sie erst mal noch ein Versprechen einzulösen: «Jetzt gehe ich mit meinem Sohn Florin in der Aare baden.» Gut möglich, dass sie noch weiter schwimmt.

Im Wettkampf der «Teams of Five» gewann das Baselbieter Topteam «Goldwurstpower» vor Matfix Langenthal und dem Team aargauersport.ch. Bei den Couples erkämpfte sich das Team der Bikeschule Olten den Sieg.

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