Das Kantonsspital Baden (KSB) steht auf solidem Fundament. Dies lässt sich aus dem gestern veröffentlichten Jahresbericht 2016 ablesen. Unter dem Strich resultierte ein Ebitda (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 10,4 Prozent. Dies entspricht 33,3 Millionen Franken. Der Gesamtumsatz inklusive aller Nebenbetriebe stieg auf 335,3 Millionen Franken. Die Erträge des KSB seien mit Ausnahme der Dividende an den Kanton (das Spital ist zu 100 Prozent im Besitz des Kantons) vollumfänglich für die Erneuerung reserviert, hebt das von CEO Adrian Schmitter geleitete Spital hervor.

Überall mehr Patienten

Alle Kennzahlen lägen im grünen Bereich, heisst es weiter. Das KSB kommt denn auch «nach wie vor ohne Fremdmittel aus». Die Nachfrage nach Spitalleistungen wachse stark. 2016 suchten 19 514 Patienten stationär (plus 1,9 Prozent gegenüber 2015) und über 108 000 Patienten ambulant (plus 6,7 Prozent) eine Behandlung. Das interdisziplinäre Notfallzentrum in Baden nahm 50 544 Patienten auf, 2,89 Prozent mehr als 2015. Die Bettenauslastung liege auf der Basis einer professionellen Disposition bei hohen 83,2 Prozent.

Tagesklinik erfolgreich gestartet

Mit 320,8 Millionen Franken liegt der Betriebsertrag laut Mitteilung um 16,2 Millionen Franken höher als noch im vorangegangenen Jahr. Zwei Drittel der Zunahme kommen dabei aus dem ambulanten Sektor. Der erfolgreiche Behandlungsstart der neuen Tagesklinik KSB Kubus und die konsequente Umsetzung des von der Politik vorgegebenen Grundsatzes «ambulant vor stationär» trügen massgeblich zum Ergebnis bei, heisst es weiter.

Neubau nimmt 2022 Betrieb auf

Das KSB investiert laufend in seine eigene Erneuerung. So nahm das erweiterte Notfallzentrum (INZ) im Frühjahr seinen Betrieb auf. Im Laufe des Geschäftsjahres folgten das ambulante Spital KSB Kubus und die neue Privatstation. Das Partnerhaus steht im Rohbau. Alle Bauten wurden laut dem Geschäftsbericht zeit- und kostengerecht erstellt. Das Projekt KSB-Neubau wurde lanciert, die Eröffnung ist für 2022 geplant. (MKU)