Synode
150-Jahr-Jubiläum: Der Bildungsdirektor gratuliert

Der «Kirchenminister» Alex Hürzeler gratulierte dem reformierten Kirchenparlament zum 150-Jahr-Jubiläum und bedankt sich für den Beitrag der Kirchen zur Integration.

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Bildungsdirektor Alex Hürzeler gratuliert der Synode zum 150-Jahr-Jubiläum.

Bildungsdirektor Alex Hürzeler gratuliert der Synode zum 150-Jahr-Jubiläum.

Sandra Ardizzone

Gestern haben 148 Synodale der Reformierten Landeskirche Aargau das 150-Jahr-Jubiläum des reformierten Kirchenparlaments gefeiert. Im geschäftlichen Teil ging es neben der Jahresrechnung der Landeskirche 2015, die mit einem Ertragsüberschuss abschliesst, um die Sanierung der Aula und eine neue Heizung des Tagungshauses Rügel. Darüber hinaus um ein Forschungsprojekt der Universität Basel zu Migrationskirchen in der Schweiz. Obwohl Letzteres sehr umstritten war, stimmte die Synode allen Anträgen des Kirchenrats grundsätzlich zu.

Hürzeler: Lange gerungen

Der als Bildungsdirektor auch für religiöse Belange zuständige Regierungsrat Alex Hürzeler überbrachte die Glückwünsche der Aargauer Regierung zum Jubiläum des Kirchenparlaments und betonte, «dass das heutige friedliche Nebeneinander von Kirche und Staat im Aargau keine Banalität ist. Es wurde hart und lange gerungen, bis schliesslich die Aufgaben, Pflichten und Rechte von Staat und Kirche klar getrennt wurden.» Die Kirchen seien «für den Staat mit ihrer integrierenden Wirkung und den vielfältigen Leistungen im sozialen und kulturellen Bereich ein wichtiges Bindeglied zur Bevölkerung». Hürzeler dankte den Kirchen für ihren Beitrag zur Integration von Flüchtlingen und zum friedlichen Zusammenleben der Religionen namentlich in der Aargauer Konferenz der Religionen.

Der Historiker Dominik Sauerländer referierte über die Entstehung der Synode und die Trennung von Kirche und Staat im 19. Jahrhundert. Er stieg dem Hinweis auf die vermehrt öffentlich diskutierten Fragen über das religiöse Zusammenleben und die öffentliche Sichtbarkeit religiöser Symbole ein: «Wir sind es heute nicht gewohnt, religiöse Fragen zu diskutieren, die über den persönlichen Bereich hinausgehen. Das ist das Resultat der Trennung von Kirche und Staat.» Die Errungenschaft, dass sich der Staat religiös neutral verhält, habe dem Aargau in den konfessionell aufgeladenen Zeiten des 19. Jahrhunderts Ruhe gebracht, betonte Sauerländer. (AZ)

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