Muri

15-Jährige im Auto sexuell missbraucht: Obergericht reduziert Strafe für Täter

Es steht Aussage gegen Aussage

Es steht Aussage gegen Aussage

Ein Mann soll eine 15-Jährige im Auto sexuell genötigt haben. Der Angeklagte weist den Vorwurf ab. Die zweite Instanz hat die Strafe nun reduziert.

Er soll eine 15-Jährige ins Auto gelockt und zum Oralsex gezwungen haben. Obwohl der Beschuldigte das Aargauer Obergericht nicht von seiner Version der Geschichte überzeugen konnte, hat dieses das Strafmass reduziert.

Muri vor rund vier Jahren: Bei einer Tankstelle spricht ein Autofahrer eine 15-Jährige an. Er verwickelt sie in ein Gespräch, fragt sie nach dem Weg, bis diese schliesslich einwilligt und ins Auto steigt, um den Fremden an sein Ziel zu lotsen.

Als der Fahrer jedoch Boswil ansteuert anstatt die gesuchte Firma wird der Schülerin klar, dass etwas faul ist. Doch da ist es schon zu spät: Der Mann zwingt sie, ihn während der Fahrt sexuell zu befriedigen.

Vom Bezirksgericht war der Täter erstinstanzlich zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Weil der Beschuldigte den Sachverhalt jedoch bestreitet, befasste sich nun das Aargauer Obergericht mit dem Fall, wie Tele M1 berichtet.

Zum Schutz des Opfers fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Aus der Anklageschrift geht jedoch hervor, dass der Beschuldigte wegen sexueller Nötigung und sexuellen Handlungen mit einem Kind unter Anklage stand. 

Der Angeklagte blieb vor Obergericht bei seiner ursprünglichen Version: Es sei im gegenseitigen Einverständnis zum Oralverkehr gekommen. Allerdings ging er damals davon aus, das Mädchen sei volljährig. Zudem, behauptete der Angeklagte, habe der Teenager im Anschluss sogar Geld für die sexuellen Dienste verlangt.

Das Obergericht liess sich von dieser Version nicht überzeugen und bestätigte den Schuldspruch. Allerdings reduzierte es die Haftstrafe von dreieinhalb auf ein Jahr plus zwei Jahre auf Bewährung. (cze)

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