Staatswein 2013
14-köpfige Jury mit Roland Brogli küren die vier besten aus über 90 Weinen

Auf der Liebegg hat eine 14-köpfige Jury unter Finanzdirektor Roland Brogli vier Spitzentropfen erkoren. Alle hatten von ihrem Potenzial her das Zeug zum Aargauer Staatswein. Im Final waren ursprünglich 16 Weine dabei.

Hans Lüthi
Merken
Drucken
Teilen
Mit Augen, Nase und Gaumen: Finanzdirektor Roland Brogli konzentriert sich auf einen Weisswein. Rechts Grossratspräsidentin Vreni Friker, links Ex-Finanzdirektor Georg Hess aus Schwyz.Emanuel Freudiger

Mit Augen, Nase und Gaumen: Finanzdirektor Roland Brogli konzentriert sich auf einen Weisswein. Rechts Grossratspräsidentin Vreni Friker, links Ex-Finanzdirektor Georg Hess aus Schwyz.Emanuel Freudiger

Zur Vorauswahl waren über 90 Aargauer Weine in vier Kategorien angetreten. Mit der AOC-Kommission degustierten lauter Profis diese Tropfen und reduzierten die Auswahl auf 16 Weine.

In der Finaldegustation auf der Liebegg ob Gränichen probierte am Freitag eine 14-köpfige Jury unter Landstatthalter Roland Brogli diese vier Weine, die von ihrem Potenzial her alle das Zeug zum Aargauer Staatswein hätten. Im Resultat zeigt sich die hohe Qualität der Aargauer Winzerinnen und Winzer.

«Diese Degustation repräsentierte ein absolutes Spitzenniveau», freute sich Brogli. Der Aargauer Finanzdirektor ist nicht nur ein Weingeniesser, als oberster Schirmherr der Landwirtschaft gehört auch der Weinbau in sein Departement. Dadurch hat er nicht nur mit Steuern und Geld zu tun, sondern auch mit den schönen Dingen des Lebens.

Bekannte Profis sind ganz vorn

Die vorerst geheim gehaltenen Resultate sind den Gewinnern erst im Laufe eines gemütlichen Gala-Abends auf Schloss Liebegg präsentiert worden. Die meisten Weine in der von Rebbaukommissär Peter Rey geleiteten Degustation waren Jahrgänge 2012 und 2011.

Beim Riesling-Sylvaner gewann ein Würenlinger vom Weingut zum Sternen.

Bei den weissen Spezialitäten mit Sauvignon Blanc, Kerner und Federweiss setzte sich der Döttinger Pinot Gris von Meinrad & Monika Keller an die Spitze. «Ein wunderbarer Tropfen und mein Favorit», sagte Peter Rey nach der Ausmarchung.

Beim Pinot Noir standen drei 2011er und ein 2012er zur Auswahl. Zum Staatswein wurde die Auslese 2011 der Weinbaugenossenschaft Wettingen von Kellermeister Meinrad Steimer gewählt.

Ueker Pinot Noir Barrique am besten

Bei den roten Spezialitäten traten zwei Pinot Noir der Spitzenjahre 2009 und 2011 an, beide im Barrique ausgebaut, der ältere Wein mit grösserer Reife. Oben auf dem Treppchen stand am Schluss der Ueker Pinot Noir Barrique von Fehr und Engeli.

Der Barrique 2011 von Gerhard Wunderlin in Zeiningen kam zwar auf die exakt gleiche Punktzahl, aber in diesem Fall entscheidet das bessere Abschneiden bei der Vordegustation.

Ein Cuvée von Andrea Wunderlin und eine Assemblage der Weinbaugenossenschaft Döttingen haben viel Potenzial, sie könnten es auch 2014 in den Final schaffen.

Aargauer Staatswein bedeutet eine Krönung für Winzer und Kellermeister und ist eine gute Werbeplattform. Diese edlen Tropfen werden bei Staatsanlässen für viel Genuss sorgen und bringen auch dem Weinbaukanton Aargau bestes Image.