Der Entscheid fiel mit 83 zu 39 Stimmen. Das KIP kann nun in den Jahren 2018 bis 2021 weiterlaufen. Das Programm basiert auf einer Vereinbarung mit dem Bund. Daher wird der Bund 7,8 Millionen Franken an die Gesamtkosten bezahlen.

Einzig die SVP lehnte das Integrationsprogramm ab. Deren Antrag, nicht auf die Vorlage einzutreten, war chancenlos. Auch eine Kürzung des Betrags um 20 Prozent fand keine Mehrheit.

Alle anderen Parteien machten sich für das KIP stark. Integration sei eine gesellschaftliche Aufgabe, hiess es. Es gehe auch um eine Integration der Menschen in den Arbeitsmarkt. Regierungsrat Urs Hofmann (SP) sagte, es handle sich nicht um ein "Rund-um-sorglos-Paket" für Migranten.

Das KIP bündelt auf den Kanton und die Gemeinden zugeschnittene Massnahmen, welche die Integration von Ausländerinnen und Ausländern mit einer längerfristigen Aufenthaltsperspektive fördern.

Das Programm soll nun diejenigen Gruppen erreichen, deren Integration nur schwer gelingt. Dazu gehören insbesondere schul- und bildungsungewohnte Personen.

Das KIP läuft seit 2014. In den kommenden vier Jahren steht jedoch weniger Geld zur Verfügung als beim Start des Programms. Wegen der schwierigen Finanzlage des Kantons kürzte der Regierungsrat die Gesamtkosten im Vergleich zum laufenden Programm um 2,2 Millionen Franken.