Berufsberatung
12 000 Leute beraten: Berufsberatung ist im Kanton ein steigendes Bedürfnis

Die Aargauer suchen vermehrt Unterstützung beim Beratungsdienst für Ausbildung und Beruf. Die Hälfte der 12 000 Ratsuchenden waren Jugendliche, steigend ist die Zahl der über 25-Jährigen. Darunter vermehrt Lehrer, die mit der Schulsituation hadern.

Janine Müller
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Jugendlichen soll dank der Berufsberatung der Einstieg in die Berufswelt erleichtert werden.

Jugendlichen soll dank der Berufsberatung der Einstieg in die Berufswelt erleichtert werden.

Keystone

Lehrer, die mit der Situation in der Schule nicht klar kommen, mit dem neuen Schulsystem 6/3 hadern oder sonst psychisch erschöpft sind. Jugendliche, die nicht wissen, welchen Beruf sie erlernen wollen. Studenten, die während des Studiums ihre berufliche Karriere vorbereiten wollen.

Sie alle erhalten bei «ask», dem Beratungsdienst für Ausbildung und Beruf Aargau, Hilfe. In über 22 000 Sitzungen wurden rund 12 000 Menschen in ihren beruflichen Fragen beraten. Eine Rekordzahl, wie «ask» in einer Medienmitteilung schreibt.

Ein Viertel ist über 25-jährig

Der Altersdurchschnitt zeigt, dass vermehrt auch ältere Erwerbstätige Unterstützung in Fragen zu Ausbildung, Beruf und Arbeit suchen. Gut ein Viertel – mit steigender Tendenz – waren über 25-Jährige, die Rat bei «ask» gesucht haben.

Die Hauptthemen in den Beratungen: die psychosoziale Belastungssituationen und psychische Erschöpfung. Jugendliche kämpfen indes häufig mit Mehrfachproblematiken. Das führte beim Jugendpsychologischen Dienst zu einer steigenden Nachfrage und längeren Beratungssequenzen.

Leistungsauftrag erfüllt

100 Fachpersonen beraten Ratsuchende bei «ask». Angeboten werden Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen, ein Jugendpsychologischer Dienst und Lehrpersonenberatungen.

An sechs Standorten im Aargau (Aarau, Baden, Bad Zurzach, Rheinfelden, Wohlen und Zofingen) sind individuelle Auskünfte und Kurzberatungen möglich.

Mit den 12 000 beratenen Personen hat der Beratungsdienst die Ziele des Leistungsauftrags qualitativ als auch quantitativ erfüllt und teilweise gar übertroffen, heisst es in der Medienmitteilung.