Aufgeflogen ist der Therapeut im Jahr 2010 im Kanton Aargau. Der heute 57-Jährige arbeitet damals in einem Haus der Stiftung Nische in Zofingen und betreute behinderte Jugendliche. Als Elten die Übergriffe meldeten, wurde er im April 2010 angezeigt und an seinem Wohnort im Berner Oberland verhaftet.

Der Mann gab in der Folge zu, über 30 Jahre hinweg 114 mehrheitlich geistig und körperlich behinderte Kinder, junge Männer und Frauen sexuell missbraucht zu haben. In zehn Fällen sei es beim Versuch geblieben. Die letzten beiden Jahre arbeitete er in Zofingen für die Stiftung Nische.

33 Fälle noch nicht verjährt

Weil viele dieser Taten bereits verjährt sind, wird sich der Sozialtherapeut nach geltendem Recht noch für 33 Fälle vor Gericht verantworten müssen, wie die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und die Berner Kantonspolizei am Freitag mitteilten.

Der Angeklagte ist der Schändung, der sexuellen Handlungen mit Kindern, Abhängigen und Anstaltspfleglingen, der Pornografie sowie der Verletzung des Geheim- und Privatbereichs durch Aufnahmegeräte angeklagt. Der Mann befindet sich im vorzeitigen Massnahmenvollzug.