Lenzburg
100 Pferde locken 2500 Zuschauer an die Landwirtschaftsausstellung

Obwohl Pferde in der Landwirtschaft kaum mehr Bedeutung haben, widmete die Landwirtschaftsausstellung ihnen einen ganzen Abend. Mit Erfolg, wie sich zeigte.

Tim Honegger
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Pferdenacht an der Landwirtschaftsausstellung in Lenzburg
9 Bilder
Niemand zu klein, um eine Prinzessin zu sein - hier auf einem Pony
Prächtige Hengste und Stuten mit ihren Fohlen wurden präsentiert
Die Pferde wurden früher eingesetzt, um Getreide herumzukarren
Die Verantstalter zeigten, wie die Tiere früher in der Landwirtschaft genutzt wurden
Gelungene Pferdenacht an der ALA
Viererquadrille der Pferdezüchter aus Rothrist
Viererquadrille der Pferdezüchter aus Rothrist.
Die Zuschauer der ALA-Pferdenacht.

Pferdenacht an der Landwirtschaftsausstellung in Lenzburg

Tim Honegger

Endlich eine Pferdeschau ohne Stallgeruch: Unter freiem Himmel reiten rund 100 Pferde um die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Anlass dazu ist die Pferdenacht der Aargauischen Landwirtschaftlichen Ausstellung (ALA) – dem Highlight des Samstagprogrammes.

Vertrauen statt Unterdrückung

Beinahe 2500 Zuschauer strömten zum Schaulaufen der Pferde – «dank der ALA hatten wir 1000 Besucher mehr als bei einer gewöhnlichen Pferdenacht», freut sich OK-Mitglied Hansruedi Häfliger. Die Pferdefans kommen dabei voll auf ihre Kosten: Das Programm bietet Showeinlagen, Auskunft und Wettrennen en masse; die Mischung gelang den Organisatoren meisterlich. Moderator Bruno Kalt erklärt etwa: «Die Erziehung der Pferde ist keineswegs eine Unterdrückung. Vielmehr geht es um das Vertrauen zwischen Tier und Reiter».

«Wichtige Einnahmequelle»

Den Höhepunkt des Abends bildet die Viererquadrille aus Rothrist: In penibler Genauigkeit kreisen die Gespanne um den Schauplatz und präsentieren dabei halsbrecherische Manöver. «Da bekommen selbst eingefleischte Rösseler Gänsehaut!», jauchzt Häfliger.

Für ihn ist die Pferdenacht an der ALA am richtigen Ort – obschon Pferde in der heutigen Landwirtschaft kaum mehr Bedeutung haben. «Zwar pflügen die Pferde heute das Ackerland nicht mehr. Aber Pensionspferde sind für viele Bauern eine wichtige Einnahmequelle», erklärt er.

Nach zweieinhalb Stunden trottet das letzte Pferd vom Platz. Übrig bleiben Ränge voller zufriedener Gesichter, tausende Fotos und der Beweis, dass der Aargau wohl der aktivste Pferdehalter-Kanton im Land ist.

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