Die Erhöhung liege massiv unter den von den von ihr geforderten 1 Prozent plus Ausgleich der Teuerung, schreibt die Konferenz. «Der Lohnbeschluss und damit verbunden die Personalpolitik des Grossen Rates enttäuschen weiterhin und lösen keine Zufriedenheit aus.» Der Verband unterstütze jedoch, dass das Kantonsparlament weiterhin den Mutationsgewinn im System belässt, sodass «auch dringend notwendige strukturelle Anpassungen zugunsten der Angestellten vorgenommen werden können».

Immerhin ein erster Schritt

Die Nullrunden und die Sparrunden der letzten Jahre hätten zu spür- und schmerzhaften Einschnitten geführt, heisst es weiter. Der Aargau habe seinen Mitarbeitenden durch die Lohnrunde statt Wertschätzung faktisch Kürzungen zugesprochen. Dies auch im Vergleich mit umliegenden und vergleichbaren Kantonen sowie gegenüber Angestellten in der Privatwirtschaft, obwohl die Lebenshaltungskosten stetig zunehmen, etwa durch steigende Krankenkassenprämien und Beiträge an die Altersvorsorge.

«Kurzum: Der Aargau zeigte sich bislang ziemlich kleinlich und missgünstig», folgert die KASPV. Ihre Forderungen seien einer einfachen, transparenten und nachvollziehbar begründbaren Logik gefolgt: Ein Prozent Lohnerhöhung wurde verlangt, um den Rückstand durch die vorangegangenen Nullrunden zumindest zu einem kleinen Teil abzufedern. Dazu wäre ein Ausgleich für die aufgelaufene Teuerung gekommen, welche inzwischen bei ungefähr 0,8 Prozent liegt.

Die SVP hatte im Rat erfolglos den Antrag gestellt, die Löhne gar nicht zu erhöhen. Das wäre faktisch einer Lohnkürzung gleichgekommen, schreibt die Konferenz. Dass der Grosse Rat auch die von der SP geforderten 1,8 Prozent Erhöhung abgelehnt hat, bedauert die KASPV. «Es obsiegte der Silberstreifen, die 1-Prozent-Lösung», schreibt der Verband. Dies sei nach wie vor kein Zeichen grosser Wertschätzung, jedoch habe der Aargauer Grosse Rat damit immerhin einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. (az)