1. August
«Es war wie ein Heimkommen» – so erlebte Stefanie Heimgartner die Bundesfeier im Kosovo

SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner hielt ihre 1.-August-Reden im Kosovo und in Bosnien vor Schweizer Soldaten. Dort, wo sie vor elf Jahren ihren Militärdienst antrat. Mit der Rückkehr ging für die Badenerin ein Traum in Erfüllung.

Ann-Kathrin Amstutz
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SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner sprach am 1. August zu den Swisscoy-Truppen im Kosovo.

SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner sprach am 1. August zu den Swisscoy-Truppen im Kosovo.

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«Es war wie ein Heimkommen», beschreibt SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner das Gefühl, als sie im Kosovo ankam. Dort, im Camp der Schweizer Swisscoy-Truppen, hielt Heimgartner die 1.-August-Rede. Elf Jahre ist es her, seit Heimgartner selbst zum ersten Mal für die Schweizer Armee im Kosovo war. Und nun kehrt sie zurück: Als Nationalrätin, um mit ihren Kameraden die Nationalfeier zu begehen. «Ein wahnsinniges Gefühl», erzählt Heimgartner, «mein Herz hat während der Feier höhergeschlagen.»

Die Geschichte liest sich wie ein kleines Märchen. Das Märchen einer jungen Frau, die vor elf Jahren ihren Dienst als Motorfahrerin im Kosovo antrat. Und die sich sagte: «Sollte ich es irgendwann einmal in den Nationalrat schaffen, komme ich am ersten August hierher.» Der Traum lag damals in weiter Ferne. Mehrere Jahre sollten vergehen, in denen Heimgartner insgesamt drei Kontingente und einige Konvois bei den Schweizer Truppen im Kosovo leitete. Heimgartner blickt zurück:

«Das war eine sehr intensive Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte.»

Die Zeit als Soldatin im Kosovo sei eine Lebensschule gewesen. «Dort sieht man Leid, wie man es sich in der Schweiz nicht vorstellen kann», sagt Heimgartner. Besonders, als die Spuren des Krieges noch frisch waren. Doch auch heute noch würden die Swisscoy-Truppen unverzichtbare Arbeit leisten, damit die Stabilität in den Balkanländern gewährleistet bleibe, so Heimgartner.

Dieses Jahr nun wurde Heimgartners Traum Wirklichkeit: Sie kehrte für die Nationalfeier in den Kosovo zurück. Nach einem Rundgang durch das Camp und den Fuhrpark hielt Heimgartner ihre Rede. Vor den Schweizer Soldaten, die in Formation standen, und der an zwei Kränen aufgehängten Schweizer Fahne.

Die Aargauer SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner sprach am 1. August zu den Swisscoy-Truppen im Kosovo.
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Elf Jahre ist es her, seit Heimgartner selbst zum ersten Mal für die Schweizer Armee im Kosovo war.
Mit der Rückkehr ging für die Badener Nationalrätin ein Traum in Erfüllung.
Heimgartner war damals Motorfahrerin für die Schweizer Armee im Kosovo.
Die ehemalige Soldatin leistete insgesamt drei Armeeeinsätze bei den Swisscoy-Truppen im Kosovo.
Die Zeit als Soldatin im Kosovo sei eine Lebensschule gewesen.
Heimgartners Besuch dauerte indessen nur wenige Stunden. Denn am Sonntagabend hielt sie gleich noch eine Rede – diesmal vor den Eufor-Truppen in Bosnien.

Die Aargauer SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner sprach am 1. August zu den Swisscoy-Truppen im Kosovo.

Bilder: Zvg / Aargauer Zeitung

Die Luftwaffe flog Heimgartner vom Kosovo nach Bosnien

Doch so sehr sich Heimgartner über die Rückkehr in den Kosovo freute, so kurz dauerte ihr Besuch: nur wenige Stunden. Denn am Sonntagabend hielt sie gleich noch eine Rede – diesmal vor den Eufor-Truppen in Bosnien. So flog Heimgartner am Sonntagnachmittag mit der Luftwaffe nach Bosnien. Der Jet stand ihr für die Reise zur Verfügung: «Anders wäre das Programm gar nicht möglich gewesen», erklärt Heimgartner. Jede Minute sei durchgetaktet gewesen – sogar die Zeit im Flieger brauchte sie fürs Briefing.

Nun ist die SVP-Nationalrätin zurück in der Schweiz. Mit vielen Eindrücken, die sie mitnimmt: «Ich war nur zwei Tage weg, doch es fühlt sich an wie zwei Wochen», erklärt sie lachend.

Auch Andreas Glarner referierte im Balkan

Die Aargauer SVP-Nationalräte scheinen sich im Balkan wohlzufühlen. Denn nicht nur Stefanie Heimgartner, sondern auch Andreas Glarner hielt eine 1.-August-Rede im Balkan: Der SVP-Aargau-Präsident war in Budapest zu Gast beim Schweizer Verein Ungarn. Dort liess er sich eine Bratwurst mit Senf schmecken, wie ein Facebook-Post zeigt. «Tolle Stimmung mit vielen tollen Leuten!», schrieb Glarner dazu.

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