Die Preisanpassungen fallen je nach Produktwahl unterschiedlich aus, wie die AEW Energie AG am Donnerstag vor den Medien in Aarau erklärte. So ist der Aufschlag in Schwachlastzeiten am Wochenende oder in der Nacht höher.

In Starklastzeiten hingegen fällt der Aufschlag tiefer aus. Die AEW müsse die Preiserhöhung der Axpo weitergeben und könne sie nicht abfangen, sagte Hubert Zimmermann, Leiter Vertrieb der AEW Energie AG.

Der Stromkonzern Axpo könne die Produktionskosten nicht mehr vollumfänglich decken. Der Grossteil der Kosten gehe auf Faktoren zurück, die von der Axpo nicht beeinflusst werden könnten. Hingegen wirke die Preisreduktion der Netzgesellschaft Swissgrid dämpfend.

Die Preise für einen durchschnittlichen Haushalt von einer Wohnung mit fünf Zimmern erhöhen sich um 19 Franken auf 879 Franken. Bei einem Einfamilienhaus mit fünf Zimmern steigen die Kosten um 34 Franken auf durchschnittlich 1291 Franken.

Der Aargau stehe damit im interkantonalen Vergleich immer noch gut da, hielt Zimmermann fest. Die Preiserhöhung bewege sich je nach Angebot zwischen 2 und 2,7 Prozent. Die AEW Energie AG rechnet für das Jahr 2013 mit Mehreinnahmen von rund 3 Millionen Franken.

Mehr Naturstrom verkauft

Der Anteil an Naturstromprodukten der AEW haben sich seit dem 1. Oktober 2011 verdreifacht. Derzeit beziehen 7000 oder 8,5 Prozent der insgesamt 82'000 AEW-Kunden Naturstrom. Vom gesamten Stromabsatz machen sie jedoch nur rund ein Prozent aus.

Die AEW erstellte seit 2010 sieben Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 292 Kilowatt peak (kWp). Mit der durchschnittlichen Jahresproduktion dieser Anlagen können rund 60 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Die Windkraft wurde seit 2006 auf 1,2 Millionen Kilowattstunden ausgebaut. Dies vor allem mit Beteiligungen am Windpark Juvent im Jura. Auch im Aargau will die AEW die Windenergie ausbauen.

Der Windpark Burg in der Aargauer Gemeinde Oberhof und im solothurnischen Kienberg soll ab 2014/2015 Strom liefern. Der Windpark Lindenberg in Beinwil AG und Hitzkirch LU soll ein bis zwei Jahre später ans Netz gehen.

Bei den Windparks sind Anlagen geplant, die vom Boden bis an den Spitz eines Rotorblatts rund 185 Meter hoch sind. Der Rotordurchmesser ist 114 Meter. Die Investitionskosten für eine Windturbine belaufen sich auf rund 5 Millionen Franken.