Barrieren-Kritik

Auch der Kanton erhebt Einsprache gegen Barrierenprojekte

Strittige Frage: Bringt eine Barriere bei der Lichtsignalanlage Bibenlos mehr Sicherheit oder bloss mehr Staus und mehr Schleichverkehr?

Strittige Frage: Bringt eine Barriere bei der Lichtsignalanlage Bibenlos mehr Sicherheit oder bloss mehr Staus und mehr Schleichverkehr?

Der Kanton erhebt Einsprache gegen die aufgelegten Barrierenprojekte an den Bahnübergängen der BDWM, da wegen der Schliesszeiten längere Staus entstehen. Die Sanierung der Übergänge müsse vekehrsverträglich gestaltet werden.

Der Kanton hat gegen die aufgelegten Barrierenprojekte der BDWM Einsprache erhoben. Wegen der Schliesszeiten würden längere Staus entstehen, welche den individuellen und öffentlichen Verkehr auf den Hauptachsen blockieren, teilt das BVU Aargau (Departement für Bau, Verkehr und Umwelt) mit.

Der Gemeinderat Zufikon hatte bereits Einsprache beim Bund gegen das geplante Barrierenprojekt eingereicht. Die az berichtete Mitte März über das Vorhaben: «Einsprache beim Bund gegen Verkehrsprojekt: «Barrieren verstärken die Staus» / «Auch Rudolfstetten und Berikon reichen Einsprachen zum Barrierenprojekt ein».

Einsprache zu drei Projekten

Der Kanton hat zu den drei Auflageverfahren für die Bahnübergänge in Bremgarten, Berikon und Rudolfstetten Einsprache eingereicht.

Neben kleineren Projektergänzungen und Präzisierungen in den Plänen und Berichten werden die fehlenden Nachweise für die Leistungsfähigkeit der betroffenen Knoten bemängelt.

Betroffen ist vor allem die Hauptstrasse Nr. 1 Bern - Wohlen - Zürich. Diese verläuft auf dem Streckenabschnitt über den Mutschellen parallel zur Bahn und wird bei den Knotenpunkten von über 20'000 Fahrzeugen pro Tag befahren.

Durch die Schliesszeiten der geplanten Schranken würden auf den Abbiegespuren längere Staus entstehen, welche die Durchgangsachsen blockieren.

Anschlüsse wären nicht mehr garantiert

Die längeren Wartezeiten würden aber auch den bahnquerenden Verkehr, allen voran die öffentlichen Busse beeinträchtigen. Je nach Verkehrssituation erreichen diese die Anschlüsse an die Bahn nicht mehr, da sie im Stau stehen bleiben würden. Diese gegenseitige ÖV-Behinderung gilt es zu verhindern, meint das BVU.

Da der Kanton in allen drei Knotenbereichen weiterführende Projekte bearbeitet, sei eine Absprache zwischen den beteiligten Parteien zwingend notwendig.

Der Kanton unterstützt die Bestrebungen nach mehr Sicherheit bei den Bahnübergängen. Diese könne mit unterschiedlichen Massnahmen erreicht werden und müsse für alle Verkehrsteilnehmenden mit den jeweils optimalen Hilfsmitteln umgesetzt werden.

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