Mundart-Debatte

Jetzt soll auch im Aargau aus dem «Chindsgi» wieder ein «Kindergarten» werden

Einen Monat nach dem Ja des Zürcher Stimmvolks für Mundart im Kindergarten planen auch die Aargauer Schweizer Demokraten eine entsprechende Volksinitiative. Diese soll Hochdeutsch aus den Kindergärten verbannen.

Der pädagogische Nutzen von Hochdeutsch im Kindergarten sei mehr als fraglich, schreiben die Schweizer Demokraten (SD) in einer Mitteilung. Sie wollen noch im Wahljahr eine Volksinitiative lancieren. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet.

Regierung sieht keinen Handlungsbedarf

Im Aargau muss seit 2008 in der Hälfte des Kindergartenunterrichts Hochdeutsch gesprochen werden. Dies ist den Schweizer Demokraten ein Dorn im Auge.

Im September 2010 hatte SD-Grossrat René Kunz deshalb mit einem Postulat Mundart-Fördermassnahmen gefordert. Die Aargauer Regierung sah aber keinen Handlungsbedarf, wie sie Anfang Jahr in einer Antwort auf Kunz' Postulat verlauten liess.

Als dann Mitte Mai die Initiative «Ja zur Mundart im Kindergarten» im Kanton Zürich angenommen wurde, verspürte René Kunz Rückenwind. «Unser Ziel ist es, auch im Kanton Aargau eine solche Volksinitiative zu starten», sagte Kunz am Tag nach der Abstimmung auf Anfrage der az. (pi)

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