Private Sicherheitsfirmen

Jede vierte Gemeinde setzt auf private Sicherheitsfirmen

Private Sicherheitsfirmen sind immer öfters auch für Gemeinden inm Einsatz.

Private Sicherheitsfirmen sind immer öfters auch für Gemeinden inm Einsatz.

Im Kanton Aargau setzen immer mehr Gemeinden auf private Sicherheitsfirmen, weil sie die öffentliche Sicherheit sonst nicht mehr gewährleisten können. In 52 Gemeinden patrouillieren heute private Wachkräfte.

Die Entwicklung hänge vor allem mit denn der Bevölkerung bestehenden Sicherheitsbedürfnissen zusammen, schreibt die Regierung auf eine Interpellation von BDP-Grossrat Bernhard Guhl. Und diese haben in den letzten Jahren zugenommen. Hervorgerufen wurden sie vor allem durch die Zunahme von Gewalt- und Zerstörungsvorfällen im öffentlichen Raum.

Die Regierung verneint aber nicht, dass der Vormarsch der privaten auch eine Folge von knappen finanziellen und personellen Ressourcen ist.

Kein akuter Handlungsbedarf

Die Regierung stört sich nicht am Einsatz von privaten Sicherheitsfirmen. Das sei unproblematisch, solange diese Tätigkeiten ausübten, die nicht zum Kernbereich der Polizeiarbeit gehörten, so die Regierung in ihrem Antwortschreiben. Zudem bestünden klare gesetzliche Vorgaben.

So brauchen Gemeinden, die private Sicherheitsleute einsetzen, dafür eine Bewilligung. Für deren Erteilung ist die Kantonspolizei. Die Regierung ortet daher keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.

Zu wenig Polizisten

Handlungsbedarf besteht dagegen bei der Kantonspolizei. Das Polizeicorps ist bereits heute zu klein. Eigentlich sollten auf 700 Einwohner ein Polizist kommen, heute gibt es einen auf 744. Die Zahl hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Bis 2017 will die Regierung die Vorgaben, zu denen sie mit Inkrafttreten des Polizeigesetzes im Jahr 2007 verpflichtet ist, erfüllen. Im Klartext bedeutet: Bis 2017 müssen 112 zusätzliche Polizisten eingestellt werden. (rsn)

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