Aargau

«Ja, aber...»: Der Aargauer Nationalrat Philipp Müller will FDP-Präsident werden

Philipp Müller will die Nachfolge von Fulvio Pelli antreten und Präsident der FDP Schweiz werden. Der 59-jährige Aargauer sitzt seit acht Jahren für die FDP im Nationalrat. Er sagt: «Ja, ich will, aber es müssen die Rahmenbedingungen stimmen.»

Nach der Bundesratswahl ist bei der FDP vor der Präsidentschafts-Wahl: Fulvio Pelli hat per Frühling 2012 den Rücktritt als FDP-Präsident eingereicht. Ob die Suche eines Nachfolgers bereits beendet ist? Denn Philipp Müller will neuer Präsident der FDP Schweiz werden. Das bestätigt er gegenüber dem Lokalfernsehsender Tele M1.

Müller habe es sich lange überlegt und jetzt entschieden: «Ja, ich würde es mir überlegen, aber es müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Man kann nicht einfach Ja sagen, nimmt den Namen Fulvio Pelli raus und ergänzt dies mit einem neuen Namen», sagt Müller. Es müssten die Strukturen passen, ergänzt er.

Philipp Müller will FDP-Präsident werden

Philipp Müller will FDP-Präsident werden

Breite Unterstützung im eigenen Lager

Konkret möchte Müller ein Team von drei bis fünf Vizepräsidenten. Und von sich aus wolle er sich schon gar nicht aufspielen. Doch die Unterstützung aus dem eigenen Lager ist da: «Ich denke, er ist die Persönlichkeit, die der FDP wieder ein klares Profil geben könnte. Er hätte meine vollste Unterstützung», sagt FDP-Nationalrat Otto Ineichen.

Auch auf seine Aargauer Nationalratskollegin Corina Eichenberger kann Müller zählen: «Er ist gradlinig und spricht nicht um den Brei herum. Ich glaube, das ist eine Qualität die gut fürs Präsidium ist. Ich könnte mir Philipp Müller als Präsident vorstellen», so Eichenberger.

Pelli hält sich bedeckt

Und was sagt der noch amtierende FDP-Präsident Fulvio Pelli dazu? «Ich beschäftige mich nicht mit meiner Nachfolge. Ich kann nur Ratschläge geben, wie viel Zeit man investieren muss und was wichtig ist. Auf jeden Fall gibt es mehrere interessante Figuren in der FDP», sagt Pelli schmunzelnd.

Die Chancen stehen allemal gut für Müller. Denn für ihn spricht auch, dass nun ein Deutschschweizer das Zepter übernehmen soll und die Kronfavoritin Karin Keller-Suter, St. Galler Ständerätin, eine Kandidatur vollumfänglich ausschliesst. (sha)

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