FDP Aargau
In FDP-Parteileitung ist Listen-Rausschmiss von Jenny «kein Thema»

Pro-Natura-Geschäftsführer und FDP-Nationalratskandidat Johannes Jenny erhielt «sehr heftige Mails», ihm wurde nahegelegt, auf eine Kandidatur zu verzichten. Jetzt äussert sich der Parteipräsident Thierry Burkart.

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Nationalratskandidatur Jenny Pro-Natura-Geschäftsführer Johannes Jenny ist als einer der 15 Kandidierenden auf der FDP-Nationalratsliste vorgeschlagen. Gestern haben wir berichtet, er wäre bereit, ins Glied zurückzutreten, falls das von der Partei gewünscht wäre. Anlass für seine Aussage war, dass einzelne Freisinnige gemeint hätten, so Jenny, man müsse im Bezirk Baden an seiner Stelle einen neuen Kandidaten aufstellen. Auslöser der Kritik war offenkundig Jennys starkes Engagement gegen die Mellingen-Vorlage.

Aufgrund des Zeitungsartikels hat Jenny sehr viel Zustimmung erfahren, wie er gegenüber der az Aargauer Zeitung sagt. Die Botschaft aus den Reaktionen und Gesprächen seither sei, dass es für ihn selbstverständlich Platz habe auf der FDP-Liste. Jenny: «Ich bin begeistert. Für mich ist das Thema damit erledigt.» Frage zurück an ihn: Wenn jetzt so viel Zustimmung kommt, hat er denn vorher mit seinem Angebot aufgrund negativer Reaktionen überreagiert? Jenny verneint, er habe wirklich «sehr heftige Mails» erhalten. Ihm bestätigen die gestrigen Reaktionen die Stärke der FDP, dass es darin eben Platz habe für ein sachpolitisches Ringen um den besten Weg.

Laut Parteipräsident Thierry Burkart mag es «das eine oder andere kritische Mail aus der Parteibasis gegeben haben». Das sei aber normal, wenn man sich exponiert. Er selbst habe zum Engagement von Johannes Jenny in der Mellingen-Abstimmung ein einziges kritisches Mail erhalten. Burkart: «Das ist ein Sturm im Wasserglas.» Johannes Jenny sei für die Nationalratsliste nominiert, etwas anderes, so Burkart, «ist in der Parteileitung kein Thema». (MKU)