Hundegesetz

Im Aargau leben immer mehr gefährliche Hunde

American Stafford Terrier. (Foto: KEYSTONE/Bilderberg/Enders Stefan)

Kampfhunde-Invasion

American Stafford Terrier. (Foto: KEYSTONE/Bilderberg/Enders Stefan)

Der «Kamfphunde-Tourismus» ist keine Illusion. Die Anzahl der im Kanton Aargau registrierten «Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial» hat im vergangenen Jahr um 13 Prozent zugenommen.

Am 1. Oktober 2009 lebten erst 400 Kampfhunde im Kanton Aargau - am 1. Oktober 2010 waren es bereits 453. Dies geht aus einer Antwort des Regierungsrates auf eine Interpellation von CVP-Grossrat Peter Voser und BDP-Grossrat Bernhard Guhl hervor.

Die beiden Politiker wollten mit ihrem Vorstoss in Erfahrung bringen, ob es seit dem Inkraftreten des neuen Hundegesetzes im Kanton Zürich, das die Haltung gewisser gefährlicher Rassen verbietet, zu einem vermehrten Zuzug von Kampfhunde-Besitzern in den Aargau gekommen ist.

Beratungen zum kantonalen Hundgesetz wieder aufnehmen

Gemäss der regierungsrätlichen Antwort ist der «Kampfhunde-Tourismus», wie Voser es nennt, keine Illusion. «Die Zunahme von so genannten Kampfhunden kann mit einer gewissen Zuwanderung aus anderen Kantonen, die schärfere Gesetze als der Aargau haben, erklärt werden», schreibt der Regierungsrat. 

Zwar rechnet die Regierung «insgesamt nicht mit einer massiven Zuwanderung» von Halterinnen und Haltern von Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotenzial, wie es in dem Schreiben weiter heisst. Dennoch errachtet es die Aargauer Exekutive als notwendig, die Beratung zur Revision des kantonalen Hundegesetzes «so rasch als möglich» wieder aufzunehmen. (bau)

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