Flüchtlinge

Hotel statt Asylunterkunft: SVP-Unternehmer aus Wohlen kauft die «Schönau»

Das vor 20 Jahren gebaut Hotel/Restaurant Schönau in Wohlen will der neue Besitzer als Gastrobetrieb verpachten. Toni Widmer

Das vor 20 Jahren gebaut Hotel/Restaurant Schönau in Wohlen will der neue Besitzer als Gastrobetrieb verpachten. Toni Widmer

Nun ist klar, wer dafür gesorgt hat, dass aus dem Hotel Restaurant Schönau in Wohlen keine Asylunterkunft wird. Marc Läuffer, früherer SVP-Einwohnerrat und Verwaltungsratspräsident der E. Läuffer AG, teilt mit, seine Firma habe die Liegenschaft erworben.

Mit dem Kauf der "Schönau" könne die Firma, die neben dem Gasthof liegt, ihr Areal arrondieren, teilt Marc Läuffer mit. «Zurzeit werden Verhandlungen mit interessierten Pächtern geführt, wir gehen davon aus, dass das Restaurant im Laufe des Herbstes wieder geöffnet wird», heisst es in der Mitteilung.

Hotel Schönau Wohlen: Ein Blick ins Innere.

Hotel Schönau Wohlen: Ein Blick ins Innere.

Der Hotelbetrieb werde ohne Unterbruch weitergeführt. Ausdrücklich hält Läuffer fest: «Eine Vermietung an den Kanton zum Zweck der Unterbringung von Asylsuchenden schliessen wir aus.» Dies hatte das kantonale Sozialdepartement geplant, der «Schönau»-Wirt Christoph Weber entschied sich aber für den Verkauf. Damit scheiterten die Pläne des Kantons, im Hotel bis zu 90 Flüchtlinge unterzubringen. 

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