Bundesrat

Hochuli: «Ich beteilige mich nicht an Phantomdiskussionen»

Susanne Hochuli: Eine mögliche Bundesratskandidatin?

Susanne Hochuli: Eine mögliche Bundesratskandidatin?

Schon zum zweiten Mal bringt der Präsident der Schweizer Grünen Susanne Hochuli als mögliche Bundesratskandidatin ins Gespräch. Sie selbst will mögliche Ambitionen aber nicht bestätigen.

«Ich beteilige mich nicht an Phantomdiskussionen. Daran hat sich nichts geändert», sagt die grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli zu den jüngsten Bundesratsspekulationen ihres nationalen Parteipräsidenten, Nationalrat Ueli Leuenberger. Bereits vor einigen Wochen hatte Leuenberger die Namen von sechs grünen Exekutiv- und Legislativmitgliedern – darunter den der Aargauer Gesundheitsdirektorin Hochuli – in den Kantonen als potenzielle Bundesratskandidaten ins Gespräch gebracht.

Jetzt doppelte er in der «NZZ» nach. Leuenberger sagte in einem Interview, dass diese sechs sich eine Kandidatur «seriös» überlegen. Es befänden sich sogar zwei sichere Anwärter unter ihnen. Auf Nachfrage bekräftigte er: «Es denken alle sechs ernsthaft über eine Kandidatur nach.»

Bereits im August, als ihr Name erstmals im Zusammenhang mit der Bundesratswahl vom kommenden Dezember fiel, hatte Hochuli abgewinkt. Jetzt bekräftigt sie: «Diskussionen zum Bundesrat vor dem 23. Oktober sind Phantomdiskussionen. Sie basieren auf spekulativen Annahmen über das zu erwartende Resultat der eidgenössischen Wahlen und extrapolieren dieses auf die Bundesratswahl. Ich beteilige mich nicht an solchen Spekulationen.» Sollte sich jedoch aus den Wahlen vom 23. Oktober «ein Sitzanspruch der Grünen ableiten lassen, ist es wichtig, dass sich die Grünen nicht auf dem linken Fuss erwischen lassen und jetzt schon zeigen, dass sie inhaltlich bereit wären und über ein Set von möglichen Kandidierenden verfügen, die dieses Amt ausüben könnten».

«Kommt Zeit, kommt Rat»

Mit dem, was Präsident Leuenberger in der «NZZ» sagte, habe sie entsprechend «kein Problem», sagt Hochuli. Auf die Frage, ob sie sich denn eine Kandidatur überlegen würde, falls die Grünen deutlich zulegen und sich im Dezember die Frage eines eigenen Bundesrates stellen sollte, antwortet Hochuli: «Kommt Zeit, kommt Rat.»

«Hochuli hat absolut das Profil»

Dass Susanne Hochuli auf Leuenbergers Äusserungen so zurückhaltend reagiert, erstaunt ihn auf Nachfrage dieser Zeitung nicht. Es sei normal, dass mögliche Kandidierende den 23. Oktober abwarten und sehen wollen, gegen wen man antreten müsste. In der Fraktion der Grünen analysiert man nach den Wahlen das Kräfteverhältnis im neuen Parlament und legt die Strategie fest. Leuenberger wiederholt, dass alle sechs von ihm Genannten über eine Bundesratskandidatur nachdenken. Niemand habe Nein gesagt. Für ihn ist klar: «Susanne Hochuli hat absolut das Profil auch für den Bundesrat.»

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