Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda
Weihnachtsaktion 2021: Diesen Menschen haben Sie geholfen

Vier konkrete Schicksale zeigen, wie die Stiftung Hilfswerk Margrit Fuchs die Bedürftigen in Ruanda unterstützt. Auch dieses Jahr werden wieder Spenden gesammelt.

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Die Stiftung Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda hilft Menschen, sich weiterzuentwickeln und auf eigenen Füssen zu stehen. Das war auch immer das Ziel der Windischerin Margrit Fuchs, die mit ihrem Wirken den Grundstein für diese Stiftung gelegt hat. Vor 14 Jahren kam sie bei einem Autounfall ums Leben, noch heute ist sie in Ruanda unvergessen. Dass ihre Arbeit nachhaltig wirkt und das Leben einzelner Menschen grundlegend verändern kann, zeigen die folgenden Testimonials von Menschen, die mit Spenden unterstützt wurden, eindrücklich auf. Die Sammelaktion der Stiftung Hilfswerk Margrit Fuchs läuft weiter, mit ihrer Spende helfen Sie mit, dass die Stiftung ihre wichtige Arbeit in Ruanda weiterführen kann. Dafür danken wir Ihnen von Herzen.

Marie Chantal Mukamwiza: «Mit dem Einkommen aus dem Gemüseanbau und der Kuh kann ich nun meine Familie selber versorgen.»

«Ich bin 47 Jahre alt und Witwe. Das erste Mal, als mir die Stiftung geholfen hat, lebte ich in extremer Armut. Ich wusste nicht, wie ich meine Familie ernähren sollte. Ich erhielt vom BSD (Bureau Social de Développement) Anleitung und Samen zum Anbau von Gemüse. Da ich keinen Dünger hatte, war die Ernte nicht gut, und ich erhielt ein Schwein, das mir Dünger für den Gemüseanbau lieferte. Da das BSD sah, dass ich mich sehr anstrengte, erhielt ich danach auch noch eine Kuh. Jetzt kann meine Familie sogar Milch trinken, und den Rest verkaufen wir auf dem Markt. Mit dem Einkommen aus dem Gemüseanbau und der Kuh kann ich nun meine Familie selber versorgen und auch Kleider und alles Notwendige bezahlen. Ich konnte mir sogar eine Sitzbank kaufen, die ich in mein Haus gestellt habe.»

Etienne Mbasabyamahoro: «Die Stiftung hat mir bis zum Ende der Schulzeit das Schulgeld bezahlt.»

«Ich habe 2007 die Sekundarschule begonnen. Bereits im ersten Schuljahr war es meiner Mutter nicht mehr möglich, das Schulgeld zu bezahlen, und ich hätte die Schule verlassen müssen. Per Zufall habe ich von der Stiftung gehört, und diese hat mir bis zum Ende der Schulzeit das Schulgeld bezahlt. Um meine Chance zu nutzen, habe ich mich in der Schule sehr angestrengt und hatte auch gute Noten, so dass ich danach sogar an der Universität zugelassen wurde. Dank des Studiums habe ich eine Stelle als Buchhalter einer Bank für Mikrokredite erhalten und bin heute sogar deren Geschäftsführer. Ich bin der Stiftung sehr dankbar für die Unterstützung, die sie mir gegeben hat. Heute habe ich eine Arbeit und konnte eine Familie gründen und habe ein Kind. Nur dank der Stiftung bin ich heute dort, wo ich bin, denn die Stiftung hat die Stelle meiner Eltern eingenommen. Ich sage der Stiftung ein ganz grosses Merci.»

Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Weihnachtsaktion: Lesen Sie hier, wie sie spenden können

Joselyne Ayinkamiye: «Dank der Hilfe der Stiftung hat sich mein Leben total geändert.»

«Bevor mir die Stiftung geholfen hat, war mein Leben sehr schwierig. Ich bin Waise und wusste nicht, wovon ich leben soll. Die Stiftung hat mir ermöglicht, eine Berufsausbildung als Köchin im BSD (Bureau Social de Développement) zu machen. Ich habe meine Ausbildung von 2009 bis 2010 gemacht. Dabei habe ich nicht nur gelernt, wie man verschiedene Gerichte und Patisserie zubereitet, sondern auch, wie man Kunden bedient und empfängt. Nach meiner Ausbildung habe ich ein Praktikum im Hotel St. André als Serviceangestellte und Köchin gemacht. Sie haben meine gute Ausbildung geschätzt und mich fest angestellt. Dank der Hilfe der Stiftung hat sich mein Leben total geändert.»

Sylvère Nzeyimana: «Es ist schwierig zu begreifen, dass ein Strassenkind wieder von der Strasse wegkommt und eine normale Person wird.»

«Mit 13 Jahren bin ich von zuhause weggelaufen und lebte als Strassenkind in Muhanga. Dort haben mich die Mitarbeiter des BSD (Bureau Social de Développement) angesprochen und mich ins Zentrum für Strassenkinder eingeladen. Zuerst wollte ich nicht, da ich dachte, dass sie mich ins Gefängnis bringen würden. Dann habe ich zugestimmt, aber ich hatte Angst. Als ich im Zentrum angekommen bin, war ich sehr überrascht, denn alle waren freundlich zu mir und haben mich gut empfangen. Ich habe dort zwei Monate verbracht, bevor sie mich wieder zurück in meine Familie gebracht haben. Dabei haben sie mir versprochen, dass wenn ich weiter zur Schule gehen würde, sie mir das Schulgeld bezahlen würden.

Ich hatte aber Mühe in der Schule und habe deshalb angefragt, ob ich nicht eine Berufsausbildung machen könnte. Das BSD hat akzeptiert, dass ich bei ihnen eine Lehre als Schreiner machen könne. Nachdem ich die Lehre beendet hatte, konnte ich zum Teil noch weiter in der Schreinerei des BSD arbeiten und zum Teil arbeite ich nun in einer anderen Schreinerei. Ich danke dem BSD, dass es mir geholfen hat. Es ist schwierig zu begreifen, dass ein Strassenkind wieder von der Strasse wegkommt und eine normale Person wird. Ich danke den Ausbildnern der Schreinerei für die Disziplin, die sie mich gelehrt haben. Es ist diese Disziplin, die mich total verändert hat. Ich danke auch Margrit. Als ich ins Zentrum von Cahogo gekommen bin, war sie bereits verstorben. Aber man hat viel von ihr erzählt. Ich danke ihr für alles, was sie gemacht hat, damit Strassenkinder wieder ins normale Leben integriert werden können.»

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