Sozialhilfestatistik
Hier leben die wenigsten Sozialhilfeempfänger des Kantons Aargau

Im Bezirk Muri gibt es auf 100 Einwohner nur einen Sozialhilfeempfänger. Im Bezirk Aarau sind es fast dreimal so viel. Die Sozialhilfestatistik des Kantons Aargau zeigt, dass die Grösse einer Gemeinde einen grossen Einfluss auf die Sozialhilfe hat.

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Im ländlichen Bezirk Muri liegt die Sozialhilfequote bei einem Prozent. (es)

Im ländlichen Bezirk Muri liegt die Sozialhilfequote bei einem Prozent. (es)

11 182 Personen wurden im Aargau im Jahr 2009 mit Sozialhilfe unterstützt. Das bedeutet, dass 1,9 Prozent oder zwei von hundert Aargauerinnen oder Aargauer Sozialhilfe erhalten. Das zeigt die Sozialhilfestatistik 2009 des Kantons. Die Aargauer Quote liegt unter dem Schweizer Durchschnitt, der bei drei Prozent liegt. Die Autorin der Sozialhilfestatistik Doris Scheuch führt dies auf die ländliche Struktur des Kantons zurück.

Regionale Unterschiede

Es zeigt sich, dass im ländlichen Bezirk Muri (1 Prozent) die Sozialhilfequote am tiefsten und im Bezirk Aarau (2,7 Prozent) am höchsten ist. Gemäss der Statistik liegt die Sozialhilfequote höher, je grösser eine Gemeinde ist. Ebenfalls führe eine hohe Anzahl von im Industriesektor Beschäftigten zu einer höheren Sozialhilfequote. Neben Aarau weisen auch die Bezirke Zofingen (2,4 Prozent) und Baden (2,1 Prozent) relativ hohe Sozialhilfequoten aus.

«In der Regel sind es die grossen Gemeinden, die für ihre Region Zentrumsfunktionen übernehmen. Durch das Angebot kommunaler Dienstleistungen sind sie attraktiv, auch für Personen, die Sozialhilfeunterstützung erhalten», schreibt Scheuch. Zudem hätten Zentren und zentrennahe Gemeinden mehr Sozialhilfeempfänger als ländliche Gemeinden. (dno)