Am Mittwoch deckte die az auf, wie der Aargauer Grossrat Daniel Heller in die Facebook-Falle tappte (die az berichtete). Der FDP-Politiker verglich auf Facebook Bundesrätin Doris Leuthard mit der amerikanischen Politikerin Sarah Palin. «Leider reichen Mediengewandtheit und Aussehen aus, um politisch an die Spitze zu gelangen», schrieb Heller auf Facebook.

«Leuthard nahm es eher sportlich»

Nachdem die az Daniel Heller mehrmals darauf angesprochen hatte, plagte ihn das schlechte Gewissen. Noch am Dienstagabend schrieb er Doris Leuthard – mit der er per Du ist – ein Mail, wies sie auf die Geschichte hin und entschuldigte sich sogleich.

«Es tut mir leid. Ich schätze Doris Leuthard sehr und hoffe, dass ich schon bald wieder mit ihr einen sachlichen Austausch über die Energiepolitik haben werde», so Heller gestern gegenüber az.

Die Bundesrätin antwortete exakt 14 Minuten später per Mail: «Sie nahm es eher sportlich», sagt Heller. Damit sei für ihn die Sache nun gegessen: «Ich habe zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, Doris Leuthard in irgendeiner Form öffentlich zu diffamieren», so Heller. (sha)