Hans-Martin Plüss (SP) durfte sich am Sonntag als grosser Sieger feiern lassen. Er wurde mit dem besten Resultat aller zehn Kandidaten wieder in den Stadtrat gewählt.

«So ein Resultat macht natürlich Freude», gibt Hans-Martin Plüss unumwunden zu.

«Es zeigt auch, dass man in der Vergangenheit nicht alles falsch gemacht hat, und gibt einem neuen Schwung für eine weitere Amtsperiode.»

Das Spitzenresultat führte im Umfeld von Hans-Martin Plüss dazu, dass ihm viele plötzlich Höheres zutrauten und ihn zu motivieren versuchten: «Jetzt muss du für den Ammann kandidieren.»

Doch der 56-jährige Plüss winkte ab. Er hat ein anderes Ziel: «Ich kandidiere am 22. September für das Amt des Vizeammanns.»

Mit diesem Gedanken spielt der SP-Mann seit Anfang Jahr. «Das Amt des Ammanns ist nichts für mich, denn zum einen macht Hans-Ruedi Hottiger seine Sache gut und zum andern kann ich so meinen Job beim Kanton behalten.»

Auch der parteilose Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger kommt gestärkt aus den Wahlen zurück. Er hat das zweitbeste Resultat aller Kandidaten erzielt und verrät wenig Erstaunliches: «Ich kandidiere wieder für das Amt des Ammanns.»

Dass Hans-Martin Plüss nicht zu seinem Konkurrenten wird, hat er geahnt. «Er weiss nur zu gut, dass Stadtrat und Stadtammann zwei völlig unterschiedliche Jobs sind.»

Hottiger glaubt, dass ihm niemand das Amt des Ammanns streitig machen wird und dass Plüss für das Amt des Vizes gesetzt ist. Beiden machen die Wahlen am 22. September weniger Sorgen als die Situation, dass die SVP nicht mehr im Stadtrat vertreten ist: «Alle grösseren Parteien sollten in der Exekutive vertreten sein, es würde vieles vereinfachen.»