Schon am ersten Tag nach den Herbstferien vieler Grossräte hat sich die Kommission Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) mit dem dringenden Geschäft befasst.

Präsident Martin Keller (SVP, Obersiggenthal) bestätigt den wichtigen Entscheid, der als gutes Omen für die Beratung im Parlament gewertet werden kann. Das Resultat widerspiegelt die Haltung der Parteien, in der 13-köpfigen Kommission hat die SVP vier Sitze, FDP, CVP-BDP und SP je zwei Sitze und Grüne, Grünliberale und EVP je einen Sitz. Schon in der Botschaft der Regierung ans Parlament ist festgehalten, dass die bürgerlichen Parteien beiden Abschnitten zustimmen werden.

Zu Diskussionen führte der zweite Abschnitt, der von der Birrfeldstrasse zwischen den Gemeinden Mellingen und Wohlenschwil in direkter Linie zur Lenzburgerstrasse führt. Die Befürworter argumentieren im Sinne der Mellinger Bevölkerung, bei einem Verzicht auf diesen Teil sei die Umfahrung nur eine halbe Sache. «Mit dem Verkehr auf der alten Strasse bleibt der Schulweg vieler Schüler durchschnitten», betont Martin Keller.

Umstrittener zweiter Abschnitt

Zudem wären laut Stadtammann Bruno Gretener teure flankierende Massnahmen für 6,5 Millionen nötig, während der ganze zweite Abschnitt rund 11 Millionen Franken koste.

SP, Grüne und GLP stimmen dem 1. Abschnitt vom Tanklager über die Reuss nur zu, wenn das Städtli für den motorisierten Verkehr gesperrt werde. Den zweiten Teil lehnen sie ab oder hegen grösste Bedenken wegen der Verlagerung des Lärms in neue Wohngebiete. Kritisiert wird auch der fehlende Abschnitt 3. Damit müsse der ganze Verkehr zuerst Richtung Städtli zurückfahren, bevor er nach Bremgarten abzweigen könne. «Beim hohen Anteil Ziel-Quell-Verkehr wird die zweite Etappe wenig nützen», erklären Kritiker.

Eine Mehrheit im Parlament zeichnet sich ab, aber die Knacknuss liegt beim Behördenreferendum: Sind 35 Grossräte dafür, kommt es zu einer Volksabstimmung.