Wahlen 2011
Grüne haben zweiten Nationalratssitz im Visier

Die Aargauer Grünen geben sich selbstbewusst. Sie wollen bei den kommenden Nationalratswahlen einen zweiten Sitz. Die Nomination der 15 Kandidierenden verlief gestern mit Spannung. Zuoberst auf der Liste steht der bisherge Geri Müller.

Hans Lüthi
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Das grüne 15er-Ticket für die Wahlen

Das grüne 15er-Ticket für die Wahlen

Der Parteitag der Grünen Aargau im vollbesetzten Dachsaal beim Badener Bahnhof Oberstadt gedieh zum fröhlichen Anlass mit Symbolkraft und Zuversicht: «Genau zum Frühlingsauftakt treffen wir uns, um in den Wahlherbst zu starten», sagte Kantonalpräsidentin Gertrud Häseli aus Wittnau. Statt das Programm noch vorzustellen, kam sie gleich zur zentralen Sache: «Das Ziel der Nationalratswahlen im Aargau ist es, einen zweiten Sitz für die Grünen zu gewinnen», meinte sie und betonte selbstbewusst, das Wahlgewinner-Team sei längst an der Arbeit.

Bis zur Präsentation der Kandidierenden blieb die Liste geheim, denn um die vorderen Plätze gab es bis zuletzt ein Gerangel. Die meisten Interessierten habe man berücksichtigen können und jetzt eine ideale Liste mit kreativen Leuten, Jungen und Alten, Frauen und Männern, aus der Stadt und vom Land, lobte Häseli.

Polit-Urgestein Geri Müller, jetzt einziger Grüner aus dem Aargau im Nationalrat, doppelte nach: «Die Chance für den zweiten Sitz im Aargau müssen wir jetzt packen.» Er selbst ist ja bereits auch für den Ständerat nominiert worden und machte klar, dass die Träume noch hochfliegender sind. Müller wörtlich: «Wenn es Richtung Ständerat ginge, hätten wir sogar drei Sitze.» Für die 15 Plätze auf der Liste haben sich 20 Personen beworben. Die Ausgewählten stellten sich und ihr persönliches Umfeld sowie die politischen Ziele kurz, prägnant und meist auch humorvoll vor. Um es spannend zu machen, wurde mit dem 15. Platz begonnen.

Kandidierende der Grünen Aargau

1. Geri Müller, Nationalrat, Jahrgang 1960, Vizeammann in Baden; 2. Grossrats-Präsidentin Patricia Schreiber, 1970, Wegenstetten; 3. Ex-Grossrätin und amtierende Stadträtin Christine Guyer, 1963, Zofingen; 4. Ex-Kantonalpräsident und alt Grossrat Jonas Fricker, 1977, Baden; 5. Grossrätin Monika Küng, 1961, Wohlen, Delegierte Grüne Schweiz; 6. Grossrat Christoph Brun, 1960, Stadtrat in Brugg; 7. Grossrätin Susanne Klaus, 1973, Aarau; 8. Grossrat Hansjörg Wittwer, 1953, Aarau, Bezirkspräsident und Co-Fraktionspräsident; 9.Grossrätin Eva Eliassen, 1949, Obersiggenthal, Einwohnerrätin und Co-Fraktionspräsidentin; 10. Grossrat Yahya Bajwa, 1960, Baden, Einwohnerrat; 11. Connie Fauver, 1971, Villigen, Lehrerin; 12. Grossrat Martin Köchli, 1949, Buttwil, Biobauer; 13.Grossrätin Kathrin Fricker, 1979, Baden; 14. Grossrat Jörg Villiger, 1963, Aarburg; 15. Grossrätin Gertrud Häseli, 1963, Wittnau, Gemeinderätin. Sie wurde zur Allein-Präsidentin der Grünen Aargau erkoren.

Nein zur Umfahrung Mellingen

Für die Abstimmung vom 15. Mai sagen die Grünen einstimmig Nein zur Umfahrung Mellingen. Für die Lancierung der nationalen Initiative für eine grüne Wirtschaft am 12. März rief Geri Müller zum aktiven Mitmachen auf. Mit Bioprodukten aus der Region stärkten sich die Grünen für ein strenges Wahljahr.