Der regionale Naturpark kann in seine zehnjährige Betriebsphase starten. Mit seiner Genehmigung für das Projekt Jurapark Aargau hat der Bund in diesem Jahr einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Der Kanton Aargau verfügt nun über einen regionalen Naturpark von nationaler Bedeutung. Die 28 Gemeinden aus dem Aargau sowie eine aus dem Kanton Solothurn erhalten damit nicht nur für Natur und Landschaft eine Chance, sondern vor allem eine für die hier lebenden Menschen.

Mit grossem Stolz sagte denn auch Geri Hirt, Präsident des Jurapark Aargau, am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung: «Es ist die erste Versammlung in der nun beginnenden zehnjährigen Betriebsphase des Jurapark Aargau. Der Bund hat mit der Anerkennung des Parks ein starkes Zeichen für unsere Region gesetzt.» Geri Hirt machte in diesem Zusammenhang alle Anwesenden darauf aufmerksam, dass ein weiterer grosser Anlass schon vor der Türe steht, ein dabeisein sich auf jeden Fall lohne: Am Freitag, 11. November, wird um 18 Uhr in der katholischen Stadtkirche in Laufenburg das so lang ersehnte und mit grossem Engagement daraufhin gearbeitete Parklabel von Willy Geiger, Vizedirektor des Bundesamtes für Umwelt, an Regierungsrat Peter C. Beyeler überreicht.

Ohne Ehrenmitglied kein Jurapark

Anerkennung und damit auch die Labelauszeichnung bedeutet für den Jurapark Aargau und seine Verantwortlichen einerseits eine grosse Verpflichtung, andererseits aber auch die nötige Planungssicherheit für die erste zehnjährige Betriebsphase. In seinen dankenden Worten an alle, die in irgendeiner Form zum Erlangen des Parklabels l beigetragen haben, hob Geri Hirt speziell zwei Personen hervor. Zum einen verwies er auf die grossen Verdienste des ehemaligen Geschäftsführers Daniel Schaffner hin. Unter grossem Applaus der Anwesenden machte Hirt deutlich, dass es ohne Ehrenmitglied und eigentlicher Vater des Juraparks Peter Bircher heute keinen Jurapark Aargau gäbe.

Der Dank galt aber auch Christine Wehrli und Max Schmid. Sie haben während der Sommermonate auf neuen der Geschäftsstelle in Linn mitgeholfen. Damit auch die seit Ende August tätige Geschäftsleitung mit Christine Neff und Alessandro Ferrugia aktiv unterstützt.

Voranschlag 2012

Das ausgeglichene Budget 2012 geht von 1,265 Millionen Franken aus. Wie Alessandro Ferrugia erklärte, ist der grösste Posten auf Einnahmeseite von Bund (498 000 Franken) von den Kantonen Aargau und Solothurn (213 000 Franken) sowie von Parkgemeinden und Mitgliederbeiträge (215 000 Franken) zu erwarten. In die verschiedenen Teilprojekte wird nicht nur investiert, hier kommen auf Einnahmeseite auch rund 260 000 Franken zurück. Die Aufwendungen für die 23 Teilprojekte betragen 774 000 Franken.

Die Gewichtung all dieser Teilprojekte ist hoch. So werden beispielsweise für Artenförderungsprojekte 80 000 Franken, für den naturnahen Tourismus 121 000 Franken oder etwa die Entwicklung und Vermarktung von Regionalprodukten 41 000 Franken investiert. An der Versammlung in Herznach konnte das jüngste, von drei lokalen Landwirten initiierte, regionale Erzeugnis vorgestellt, beziehungsweise direkt genossen werden: Der Jurapark-Käse.

Neues Vorstandsmitglied

Ein Mann der ersten (Park)-Stunde ist Franz Wülser aus Zeihen. Nach rund einem Jahrzehnt Vorstandstätigkeit will er sich, wie er selbst betonte, von der strategischen auf die operative Ebene zurückziehen. Als Landschaftsführer wird er weiterhin für den Jurapark Aargau tätig sein. Einstimmig als neues Vorstandsmitglied wurde Kurt Aerni aus Wölflinswil gewählt.
Das Jurakind hat seine Geburt gut überstanden, es darf nun wachsen und gedeihen. In diesem Sinne wurde aus der Versammlung auch angeregt, eine verstärkte Vermarktung anzustreben. In diese Richtung zielte auch der Wunsch, den Jurapark Aargau stärker in die az-Wanderungen 2012 einzubeziehen.