Murgenthal

Grünes Licht für Asylunterkunft in Murgenthal: Gemeinderat gibt Widerstand auf

Die Abbruchliegenschaft in Murgenthal, in der nun 14 Asylbewerber untergebracht werden sollen.

Die Abbruchliegenschaft in Murgenthal, in der nun 14 Asylbewerber untergebracht werden sollen.

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons hat entschieden, dass für die Umnutzung eines leerstehenden Zweifamilienhauses in eine Asylbewerberunterkunft für 12 bis 14 Personen keine Baubewilligung nötig ist.

Der Gemeinderat hatte ein entsprechendes Baugesuch verlangt, das BVU hat eine Beschwerde des kantonalen Sozialdienstes dagegen gutgeheissen.

Laut einer Mitteilung wird der Murgenthaler Gemeinderat den Entscheid des BVU nicht anfechten. «Es ging lediglich um eine Formfrage, in der Sache ist der Gemeinderat immer davon ausgegangen, dass die Asylbewerberunterkunft bewilligungsfähig ist», schreibt die Behörde.

Dies bedeutet, dass die Asylunterkunft ab sofort bezogen werden kann. Die noch erforderlichen Kontrollen zum Brandschutz und zu den Elektroinstallationen können auch nach dem Bezug durchgeführt werden.

Der BVU-Entscheid hat den Gemeinderat «nicht wirklich überrascht, aber doch etwas erstaunt». Die Behörde ging davon aus, die Intensivierung der Nutzung, die baulichen Änderungen und die Auswirkungen auf die Umgebung seien «erheblich genug, dass ein Interesse an einer vorgängigen Prüfung bestehe».

Bei bisherigen baurechtlichen Verfahren sei die Nutzungsintensität immer ein wesentliches Kriterium gewesen, «ein dringendes Bedürfnis der Eigentümer nach Wohnraum war dagegen irrelevant».

Auch im nahe gelegenen Aarburg, wo der Kanton gegen den Widerstand von Anwohnern die ersten Asylbewerber in einer Unterkunft einquartiert hat, verlangt der Gemeinderat ein Umnutzungsgesuch. Dort ist das Verfahren aber hängig, ein Entscheid steht noch aus.

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