Multimedia-Reportage
Grand Prix Mutschellen: Rein ins Cockpit und mitfahren – testen Sie Ihr Oldtimer-Wissen

Rund 300 Oldtimer-Besitzer zeigten ihre zwei-, drei- und vierrädrigen Schönheiten dem Publikum – wer sich in die Nässe traute, dem wurde eine tolle Show geboten. Mit einem Video aus dem Cockpit, einen Oldtimer-Quiz und den besten Bildern nehmen wir Sie virtuell nochmals mit auf den GP.

Dominic Kobelt
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Grand Prix Mutschellen
16 Bilder
Eindrücke vom GP Mutschellen
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Grand Prix Mutschellen

Dominic Kobelt

Hans Rudolf Grogg kaut energisch seinen Kaugummi. «Die meisten Fahrer kennen den GP Mutschellen ja, die sollten wissen, dass sie die Startnummern abholen müssen», sagt er und blickt auf die Uhr. Er will arbeiten.

Seine Aufgabe ist es, die Sicherheit der Fahrzeuge zu überprüfen – das kann er aber erst, wenn der Laufzettel abgeholt und die Startnummer am Fahrzeug aufgeklebt wurde.

Es ist kurz nach 6 Uhr, leichter Nieselregen, der Parkplatz vor dem Gemeindehaus Rudolfstetten füllt sich langsam. Motoren heulen und bellen, und der Regen steigt als weisser Schleier von den Motorhauben auf. Am längsten ist die Schlange vor dem Kaffeestand. Die Rennfahrer haben keine grosse Eile, sie plaudern und rauchen – man kennt und trifft sich am GP.

Grogg überprüft derweil einen roten VW Käfer. Alles o. k. Nur die Sicherheitsgurte könnten etwas besser angebracht sein. «Etwas weiter oben oder unten, damit der Gurt besser spannt», rät er dem Fahrer. Starten darf er trotzdem – ein Sicherheitsreglement gibt es nicht. Selbst Fahrzeuge ohne Gurte sind zugelassen. Warum denn überhaupt eine Sicherheitskontrolle? «Es geht darum, zu sehen, ob das Auto fahrbar ist. Dann ist der Veranstalter nicht schuld, wenn etwas passiert», erklärt Grogg. Er gibt den Fahrern Tipps – «ob sie sie befolgen, ist ihre Sache», sagt Grogg.

Streckenposten sind Augen und Ohren
Die Sicherheit steht an der siebten Ausführung des Grand Prix Mutschellen besonders im Zentrum. Die nassen Strassen könnten insbesondere für die Motorräder, viele aus der Vorkriegszeit, ein Problem werden. Darauf werden auch die 30 Personen auf den neun Streckenposten beim morgendlichen Briefing hingewiesen. Die Helferinnen und Helfer sind die Augen und Ohren auf der Strecke. Wenn etwas passiert, zeigen sie den nachfolgenden Fahrern an, dass sie abbremsen müssen. Feuerlöscher, Ölbinder und ein Funkgerät gehören ebenfalls zur Ausrüstung. Auch die Feuerwehr und Ambulanz sind auf Platz, damit man auf den Fall der Fälle vorbereitet ist.

Zum Glück kommt es an diesem Sonntag zu keinen grösseren Zwischenfällen – nur im Zielgelände muss eine Zeit lang umdisponiert werden, weil ein Fahrzeug eine Ölspur hinterlassen hat.

Ein Museum auf Rädern
Rund 300 zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge wurden dem Publikum an diesem Sonntag präsentiert. Fahrzeuge, die man sonst meist nur im Museum zu sehen bekommt. Für die Fans der alten Gefährte ein Highlight, denn auf der Strasse präsentieren sich die Zeugen vergangener Zeiten viel besser: Der dröhnende Motorenlärm, der Benzingeruch und die Rennatmosphäre machen das Erlebnis authentischer. Nicht nur für eingefleischte Kenner, auch für Laien war der Tag auf dem Friedlisberg ein Erlebnis. Auch wenn der Anlass – Petrus sei Dank – wohl kaum die über 10 000 Besucherinnen und Besucher der vergangenen Jahre anlocken konnte.