Ständeratswahlen
Giezendanner tritt «mit grosser Wahrscheinlichkeit» zum zweiten Wahlgang an

Ulrich Giezendanner ist trotz der verpassten Wahl in den Ständerat bester Laune. «Ich habe aufgeholt», sagt der SVP-Mann - und deutet an, im zweiten Wahlgang antreten zu wollen. Die Kampfkandidatur von Lieni Füglistaller habe ihm nicht geschadet.

Pascal Meier
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«Sensationell, wie ich aufholen konnte!», sagt Ulrich Giezendanner im Aarauer Wahlzentrum der az. Obwohl der SVP-Mann im ersten Wahlgang nicht als Ständerat gewählt wurde, ist Giezendanner bester Laune. «Für den zweiten Wahlgang haben wir jetzt eine völlig neue Ausgangslage.»

Für diesen zweiten Wahlgang wird Giezendanner mit «grosser Wahrscheinlichkeit» antreten; wenn dies die Partei wünscht, wie Giezendanner anfügt. «Ich werde mich absolut loyal zur Partei verhalten» - ein bewusster oder unbewusster Seitenhieb gegen Lieni Füglistaller, der gegen den Willen der SVP ebenfalls als Ständeratskandidat in den Ring gestiegen ist und überraschend knapp 20'000 Stimmen holen konnte.

Ulrich Giezendanner ist jedoch nicht der Meinung, dass Füglistaller ihm stark geschadet hat. «Er hat mir kein Wasser abgegraben», sagt Giezendanner. «Das sind Stimmen, die mit mir gemeinsam auf SVP-Listen waren.» Die ganze innerparteiliche Auseinandersetzung im Fall Füglistaller habe jedoch gegen aussen einen zerstrittenen Eindruck hinterlassen und der Partei geschadet.