Ständeratswahlen
Giezendanner: «Füglistaller tritt im zweiten Wahlgang nicht mehr an»

Die az-Wahlumfrage sieht den SVP-Ständeratskandidaten hinter den Konkurrentinnen Bruderer und Egerszegi. Dennoch zeigt sich der SVP-Unternehmer siegessicher. Dabei stützt er seine Hoffnungen auf einen Sieg von Pascale Bruderer im ersten Wahlgang.

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Ulirich Giezendanner

Ulirich Giezendanner

Solothurner Zeitung

Herr Giezendanner, wie fühlen Sie sich nach den Ergebnissen der Wahlumfrage?

Ulirch Giezendanner: Ich bin hoch erfreut.

Woher kommt diese Euphorie? Sie belegen nach wie vor hinter SP-Kandidatin Pascale Bruderer und FDP-Ständerätin Christine Egerszegi abgeschlagen den dritten Platz.

Von abgeschlagen kann keine Rede sein. Im Gegensatz zu meinen Konkurrenten habe ich keine Wähleranteile verloren. Ausserdem ermutigt mich die Diskrepanz zwischen dem SVP-Wähleranteil und meinem.

Das müssen Sie uns erklären.

Die SVP kommt gemäss Umfrage auf 35 Prozent Wähleranteil. Ich schneide mit 25 Prozent ab. Das kann nur bedeuten, dass gar nicht alle SVP-Wähler befragt werden konnten. Ich habe also noch Reserven nach oben. Darüber hinaus rechne ich mit einem zweiten Wahlgang.

Und das ist ihre grosse Chance.

Richtig.

Aber nur, wenn Pascale Bruderer bereits im ersten Wahlgang zur Ständerätin gewählt wird.

Die Aargauer müssen sich entscheiden. Wollen Sie zwei Frauen und gleich noch zwei Personen aus Baden im Ständerat? Ich bin überzeugt, dass die Stimmbürger diese Konstellation nicht wünschen.

Trotzdem: Treten Sie jetzt dem Wahlkomitee von Pascale Bruderer bei, um ihr bereits im ersten Wahlgang zum Sieg zu verhelfen?

Ich kämpfe für mich selbst. Natürlich steigen meine Chancen bei einer Wahl von Bruderer. Ich pflege zu Pascale Bruderer ein gutes Verhältnis.

Wird Lieni Füglistaler in einem zweiten Wahlkampf zu Ihren Gunsten abdanken?

Ich möchte betonen, dass es zwischen Lieni Füglistaler und mir keine Absprachen gibt. Allerdings gehe ich davon aus, dass sowohl Kurt Schmid wie auch Lieni Füglistaler bei einem schlechten Abschneiden im ersten Wahlgang nicht mehr antreten werden.

Letzte Frage: Wie wollen Sie ihren Rückstand aufholen?

Zuerst warten wir den ersten Wahlgang ab. Zudem werde ich Ihnen hier sicher nicht mein Wahlkonzept erklären. (muv)

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