Das Wichtigste vorneweg: Wir blieben trocken. Für einmal fanden wir es ausserordentlich toll, dass der Wetterbericht nicht ganz präzis war. Erst am Bahnhof Brugg sichteten wir beim Heimfahren die ersten Regentropfen.

Marie-Rose Bircher, Wanderleiterin Verein Aargauer Wanderwege, über den Wanderkanton Aargau

Marie-Rose Bircher, Wanderleiterin Verein Aargauer Wanderwege, über den Wanderkanton Aargau

Der Wandertag war also perfekt. Nicht nur weil das Wetter so ideal, die Landschaft so abwechslungsreich, die Gruppe von 180 Wanderfreudigen so guter Laune war, sondern auch, weil an so einer az-Leserwanderung noch so viel mehr geboten wird. Und man staunt, wie viele Menschen aus den Gemeinden, von Aargau Tourismus und der Vereinigung Regio Brugg mithelfen, damit 180 Leute einen unvergesslichen Tag erleben können.

Cordula Soland, Gemeindeammann von Remigen, über ihr schönes Dorf

Cordula Soland, Gemeindeammann von Remigen, über ihr schönes Dorf

Wasser, Wissen und Wein

Den Spruch des Tages lancierte der Brugger Stadtammann Dani Moser beim Auftakt vor dem Vindonissa-Museum: «Vor 2000 Jahren schrieb ein az-Redaktor an den Kommandanten des Legionärslagers in Vindonissa: ‹Ich mache eine Leserwanderung und brauche eine Brücke.› So entstand unsere Brücke und Brugg.»

Daniel Moser, der Stadtammann von Brugg über die Zukunft seiner Stadt

Daniel Moser, der Stadtammann von Brugg über die Zukunft seiner Stadt

Historiker und Politiker Titus Meier verblüffte uns weniger mit unglaublichen Geschichten als vielmehr mit unzähligen Fakten und Anekdoten - von den Römern über die Habsburger und Berner bis zu den Ausbauplänen für einen Aare-Hafen.

Auf dem Bruggerberg gabs Brugger-Wasser, und wir lernten beim Blick aufs Wasserschloss nicht nur, welcher Fluss welcher ist, sondern zum Beispiel auch, warum die Römer hier strategisch richtig lagen oder dass die Eisenbahnbrücke noch immer auf den ersten Eichenpfählen von 1850 steht.

Nach dem stotzigen Aufstieg gings gemütlich durch Wälder und über Felder nach Rüfenacht und über den Rebbergen nach Remigen. Vor dem Kirchlein Peter Paul orientierte uns Frau Gemeindeammann Cordula Soland, wie sich die Gemeinde Schritt für Schritt entwickelt. Und beim neuen Römerrebberg schilderte Hans-Peter Widmer, wie die Römer Wein gekeltert und gepanscht haben. Bruno Hartmann bewies dann, dass sein Weisser rein und süffig ist, und bald gabs auf dem Beugiacker-Hof das verdiente Zmittag. Walter Lott hatte Hörnli und Ghackets gekocht und die Remiger Frauen Kuchen gebacken.