Abstimmung
Wenige Stimmen sorgen in Reinach (AG) für ein Ja zur Ehe für alle

Einmal Ja, einmal Nein: So hat Reinach (AG) bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

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Die Ergebnisse in Reinach (AG): 50.5 Prozent Ja zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Reinach (AG): 50.5 Prozent Ja zur Ehe für alle

(chm)

Mit einem Unterschied von nur gerade 19 Stimmen hat Reinach (AG) die Vorlage Ehe für alle befürwortet. 985 Personen sagten Ja, 966 stimmten Nein. Das entspricht 50.5 Prozent Ja. Deutlich höher war die Zustimmung im Kanton Aargau, nämlich 64 Prozent. Auf nationaler Ebene hiess das Resultat 64.1 Prozent Ja.

Zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Reinach (AG) 2005 Nein gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 54.7 Prozent Nein. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde abgelehnt (57.3 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Reinach (AG) gehört in die grosse Gruppe der städtisch geprägten Gemeinden, welche die Vorlage Ehe für alle angenommen haben. Rund 98 Prozent dieser Gemeinden befürworteten die Vorlage. Die Bevölkerung in diesen Gemeinden befürwortete die Vorlage mit 57 Prozent.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja.

99-Prozent-Initiative scheitert deutlich

In der Gemeinde Reinach (AG) hat es ein sehr deutliches Nein gegeben zur 99-Prozent-Initiative. 70.4 Prozent lehnten die Vorlage ab. Mit einem fast identischen Nein-Stimmenanteil von 70.1 Prozent lehnte auch der Kanton Aargau die Vorlage ab. In der Schweiz lautete das Ergebnis 64.9 Prozent Nein.

Die Gemeinde hatte sich auch in der jüngeren Vergangenheit schon ablehnend gezeigt zu höheren Steuern für gut verdienende und vermögende Personen. Zum Beispiel: Zu einer Erbschaftssteuer sagte die Gemeinde im Jahr 2015 Nein (77.3 Prozent), im Jahr davor gab es in der Gemeinde ein Nein (55.6 Prozent) zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer. Eine Kapitalgewinnsteuer lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2001 mit 72.9 Prozent Nein ab.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Reinach (AG) zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Stadt und stimmte somit gleich wie die Mehrheit in den Städten.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Reinach (AG) fiel somit stärker aus als in der Deutschschweiz.

Mit 44.2 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Reinach (AG) deutlich tiefer als im Kanton Aargau (52.9 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

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