Wohnen
In Magden lebt es sich eher teurer als in anderen Gemeinden

Wie viel kostet es, in Magden zu wohnen? Lohnt sich ein Umzug? Eine Studie zeigt, wo die Gemeinde im schweizweiten Vergleich steht.

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Durchschnittlich günstig: Ein Single in Rheinfelden mit 80'000 Franken Einkommen hat davon 38'700 Franken frei verfügbar.

Durchschnittlich günstig: Ein Single in Rheinfelden mit 80'000 Franken Einkommen hat davon 38'700 Franken frei verfügbar.

Keystone-SDA
(chm)

In Magden lebt es sich vergleichsweise eher teuer. Eine Studie der Credit Suisse hat ergeben, dass die Gemeinde, rein aus finanzieller Sicht, zu den ungefähr 40 Prozent der unattraktivsten Gemeinden in der Schweiz gehört. 

Die Bank hat in ihrer Studie «Hier lebt es sich am günstigsten» berechnet, wie viel Geld einem Haushalt in der Gemeinde als frei verfügbares Einkommen bleibt, wenn die typischen festen Ausgaben bezahlt sind. Zu diesen Ausgaben gehören einerseits die gemeindespezifischen obligatorischen Abgaben wie Steuern und andererseits Fixkosten wie Wohnkosten.

Attraktiv für Singles

Im Kanton Aargau nimmt Magden bezüglich Wohnattraktivität den 55. Rang ein (unter 210 Gemeinden). Doch es gibt in Magden Unterschiede je nach Haushaltssituation. Beim Vergleich dreier Modellhaushalte fällt auf, dass Magden besonders für Singles ein günstiges Pflaster ist, während die Gemeinde für Ehepaare ohne Kinder und Ehepaare mit Kindern teurer zu stehen kommt.

Die Einkommens-, Vermögens- und Wohnsituation dieser Haushalte unterscheidet sich in der Studie (Details siehe unten). Bei allen wird aber angenommen, dass sie mit dem ÖV ins nächste Grosszentrum (Basel) zur Arbeit pendeln und dass sie ihre Kinder, falls sie welche haben, nicht fremdbetreuen lassen.

Singles: 50 Prozent freies Einkommen

Für eine Einzelperson, die in einer Mietwohnung lebt, 80’000 Franken verdient und 100’000 Franken als Vermögen zur Seite gelegt hat, gehört Magden zu den günstigen Gemeinden. Konkret bleibt dem Singlehaushalt nach Abzug der obligatorischen Ausgaben und Fixkosten 40'300 Franken oder rund 50.4 Prozent des Erwerbseinkommens, was im schweizweiten Vergleich viel ist. Der Schnitt aller Gemeinden im Kanton beläuft sich auf 49 Prozent.

Der grösste Teil der Ausgaben dieses Modellhaushalt (64 Prozent) entfällt auf obligatorische Ausgaben wie Steuern, Sozialversicherungsbeiträge oder Krankenkassenprämien. Der kleinere Teil geht für andere Fixkosten wie Miete/Hypothekarzinse oder Energie drauf. Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Magden für einen solchen Einpersonenhaushalt schweizweit eher günstig, bezüglich Fixkosten ist Magden eher teuer.

Durchschnittlich viel übrig für Ehepaare ohne Kinder

Für ein Ehepaar ohne Kinder, das in der eigenen Wohnung lebt (Stockwerkeigentum), 130'000 Franken verdient und 250'000 Franken als Vermögen zur Seite gelegt hat, ist Magden dagegen durchschnittlich günstig. Bei dem angenommenen Einkommen und Vermögen bleiben diesem Modellhaushalt 63'100 Franken oder 48.5 Prozent des Erwerbseinkommens. Das ist im schweizweiten Vergleich durchschnittlich viel und liegt unter dem Schnitt der Gemeinden im Kanton (50 Prozent).

Erneut machen die obligatorischen Abgaben den grösseren Teil der Ausgaben aus (61 Prozent). Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Magden für einen solchen kinderlosen Ehepaarhaushalt schweizweit eher günstig, bezüglich Fixkosten ist Magden eher teuer.

Abgaben in Magden generell höher als Fixkosten

Auch für ein Ehepaar mit zwei Kindern, das in der eigenen Wohnung lebt (Stockwerkeigentum), 110’000 Franken verdient und 200’000 Franken Vermögen sein eigen nennt,, ist Magden durchschnittlich günstig. Dieser Modellhaushalt hat in der Berechnung 53'500 Franken als frei verfügbares Einkommen übrig (48.6 Prozent des Erwerbseinkommens). Verglichen mit dem ganzen Land ist das durchschnittlich viel und liegt unter dem Schnitt der Gemeinden im Kanton (51 Prozent).

Wiederum machen die obligatorischen Abgaben den grösseren Teil der Ausgaben aus (56 Prozent). Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Magden für einen solchen Vierpersonenhaushalt (2 Eheleute, 2 Kinder) schweizweit eher günstig, bezüglich Fixkosten ist Magden eher teuer.

Credit Suisse hat sich in ihrer Studie, die alle rund fünf Jahre durchgeführt wird, auf die finanziellen Gründe konzentriert, die für oder gegen Magden als Wohnort sprechen. Nicht berücksichtigt sind andere Gründe, warum die 3'885 Einwohnerinnen und Einwohner von Magden gerade in dieser Gemeinde leben.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt. Für die Einstufung in die Kategorien attraktiv, eher attraktiv, durchschnittlich, eher unattraktiv und unattraktiv (oder analog mit günstig/teuer etc.) teilen wir alle Gemeinden in der Schweiz in fünf gleich grosse Gruppen ein (Quintile). Das heisst: In jeder Gruppe befinden sich 20 Prozent der Gemeinden. Hier geht es zurück zur Übersicht der Gemeinden in Ihrer Region.

Zu ihrer Studie (PDF) bietet Credit Suisse ein Webtool, mit dem Sie verschiedene Haushaltssituationen für jede Gemeinde betrachten können.