Abstimmung
Deutliches Ja in Kaiserstuhl zur Ehe für alle

Einmal Ja, einmal Nein: So hat Kaiserstuhl bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

Drucken
Teilen
Die Ergebnisse in Kaiserstuhl: 70.2 Prozent Ja zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Kaiserstuhl: 70.2 Prozent Ja zur Ehe für alle

(chm)

Kaiserstuhl hat mit einem der grössten Ja-Anteile im Kanton Aargau die Vorlage Ehe für alle befürwortet. 70.2 Prozent der Abstimmenden sagten Ja. Das ist Rang acht im Kanton. Ein Ja schrieben 99 auf den Stimmzetteln, ein Nein legten 42. Im Kanton Aargau lautete das Resultat zu Ehe für alle 64 Prozent Ja. Zur Erinnerung: In der Schweiz lautete das Resultat 64.1 Prozent Ja.

Auch zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Kaiserstuhl 2005 bereits Ja gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 70.7 Prozent Ja. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde befürwortet (64.8 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Nach der Definition des Bundesamts für Statistik zählt Kaiserstuhl zu diesem intermediären Raum und stimmte somit gleich wie die Mehrheit in diesem Raum.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Die Zustimmung in Gemeinde Kaiserstuhl fiel somit stärker aus als in der Deutschschweiz.

Mehrheit gegen 99-Prozent-Initiative

Kaiserstuhl sagte Nein zur 99-Prozent-Initiative, allerdings war der Ja-Anteil von 40.4 Prozent noch einer der grössten im Kanton, nämlich Rang fünf. Ein Nein schrieben 81 auf den Stimmzetteln, ein Ja legten 55 ein. Im Kanton Aargau lautete das Resultat zur 99-Prozent-Initiative 70.1 Prozent Nein. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 64.9 Prozent Nein.

Die Gemeinde hatte sich auch in der jüngeren Vergangenheit schon ablehnend gezeigt zu höheren Steuern für gut verdienende und vermögende Personen. Zum Beispiel: Zu einer Erbschaftssteuer sagte die Gemeinde im Jahr 2015 Nein (64.3 Prozent), im Jahr davor gab es in der Gemeinde ein Nein (50.4 Prozent) zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer. Eine Kapitalgewinnsteuer lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2001 mit 61.5 Prozent Nein ab.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Nach der Definition des Bundesamts für Statistik zählt Kaiserstuhl zu diesem intermediären Raum und stimmte somit gleich wie die Mehrheit in diesem Raum.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein.

Mit 60.2 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Kaiserstuhl deutlich höher als im Kanton Aargau (52.9 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

Aktuelle Nachrichten