Abstimmung
Deutliches Ja in Endingen zur Ehe für alle

Einmal Ja, einmal Nein: So hat Endingen bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

Drucken
Die Ergebnisse in Endingen: 65.1 Prozent Ja zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Endingen: 65.1 Prozent Ja zur Ehe für alle

(chm)

Die klare Mehrheit der Abstimmenden in Endingen hat zu Ehe für alle Ja gestimmt. Mit einem Ja-Anteil von 65.1 Prozent befürwortet die Gemeinde die Vorlage. Mit einem ähnlichen Ja-Stimmenanteil von 64 Prozent hiess auch der Kanton Aargau die Vorlage gut. Die Schweiz stimmte 64.1 Prozent Ja.

Auch zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Endingen 2005 bereits Ja gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 58 Prozent Ja. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde befürwortet (59.8 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Nach der Definition des Bundesamts für Statistik zählt Endingen zu diesem intermediären Raum und stimmte somit gleich wie die Mehrheit in diesem Raum.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Die Zustimmung in Gemeinde Endingen fiel somit ähnlich aus wie in der Deutschschweiz.

99-Prozent-Initiative scheitert deutlich

Zur 99-Prozent-Initiative hat eine Mehrheit in Endingen ein Nein eingelegt. Der Nein-Anteil betrug sehr deutliche 70.2 Prozent. Mit einem fast identischen Nein-Stimmenanteil von 70.1 Prozent lehnte auch der Kanton Aargau die Vorlage ab. In der Schweiz lautete das Ergebnis 64.9 Prozent Nein.

Die Gemeinde hatte sich auch in der jüngeren Vergangenheit schon ablehnend gezeigt zu höheren Steuern für gut verdienende und vermögende Personen. Zum Beispiel: Zu einer Erbschaftssteuer sagte die Gemeinde im Jahr 2015 Nein (78.2 Prozent), im Jahr davor gab es in der Gemeinde ein Nein (58.2 Prozent) zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer. Eine Kapitalgewinnsteuer lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2001 mit 72.8 Prozent Nein ab.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Nach der Definition des Bundesamts für Statistik zählt Endingen zu diesem intermediären Raum und stimmte somit gleich wie die Mehrheit in diesem Raum.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Endingen fiel somit stärker aus als in der Deutschschweiz.

Mit 57.8 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Endingen höher als im Kanton Aargau (52.9 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.